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| 12:28 Uhr

Radsport
RK Endspurt Cottbus ehrt zwei Weltmeister

Roger Kluge und Trixi Worrack bleiben ihrem Heimatverein RK Endspurt treu und kehren immer wieder gern zu ihren Wurzeln zurück.
Roger Kluge und Trixi Worrack bleiben ihrem Heimatverein RK Endspurt treu und kehren immer wieder gern zu ihren Wurzeln zurück. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Trixi Worrack und Roger Kluge waren zu Gast bei ihrem Heimatverein.

Es hat in den letzten Jahren wohl kaum ein erfolgreicheres Jahr für die Radsportler des RK Endspurt 09 Cottbus gegeben als 2018. So standen beim Jahresempfang des Vereins dessen Ehrenmitglieder, die ihre Laufbahn in genau diesem Verein begonnen hatten und nun ins Regenbogentrikot der Weltmeister gefahren sind, im Mittelpunkt. Während Trixi Worrack bei der UCI-Straßenradsport-WM in Innsbruck den Titel mit der Mannschaft gewann, konnte Roger Kluge auf der Bahn von Apeldoorn das Zweiermannschaftsfahren gewinnen.

Neben der Ehrung durch die Verantwortlichen des Heimatvereins blieb für die beiden „Goldenen“ reichlich Zeit, mit den Endspurtlern und deren Sponsoren über Aktuelles und die nahe Zukunft zu plaudern. Trixi und Roger konnten dabei übereinstimmend berichten, dass sie sich zur neuen Saison umorientieren: So wird Trixi Worrack von Canyon SRAM-Team nun zum neu gegründeten Trek-Team wechseln. Roger Kluge geht gemeinsam mit seinem Freund und Teamkollegen Caleb Ewan zum belgischen Team Lotto Soudal.

Eng gepackt ist Kluges Kalender der kommenden Wochen. Bevor der Bahnweltcup Anfang Dezember ruft, geht es zu Rennen nach Nizza, Hongkong und Belgien. „Ich werde immer wieder gefragt, wa-
rum ich denn unbedingt Rennen auf der Bahn und Straße fahre. Es macht einfach Spaß“, so der Vater einer dreijährigen Tochter, die allzu oft auf ihren Papa verzichten muss. „Aber die modernen Medien mit Handykamera und Skype helfen  gut über Zeiten der Trennung hinweg“, tröstet sich der 32-jährige.

Trixi Worrack genießt derzeit ihre freien Tage, bevor es mit ihrer neuen Mannschaft ins Trainingslager geht. Dennoch wird sie selten in ihrem Elternhaus in Dissen anzutreffen sein. „Hier die Ehrung hat gut reingepasst, weil ich ohnehin nach Hause zu Papas Geburtstag wollte“, so Worrack. Öfter als vier- oder fünfmal finde sie keine Zeit, heimzufahren. „In mein Haus auf dem elterlichen Grundstück, an dem wir ja schon über Jahre bauen, werde ich frühestens nach dem Ende meiner aktiven Zeit einziehen.“

Dann will sie dem Radsport treu bleiben: „Es ist ja inzwischen so, dass jetzt eine ganze Generation von Trainern in den Ruhestand wechselt, da könnte es für mich ja durchaus eine Möglichkeit geben, einzusteigen“, stellt sich die 37-Jährige ihre Zukunft vor.

Man kann sich vorstellen, dass es für die Eleven dieser Sportart durchaus  reizvoll sein wird, wenn sie überall erzählen können, dass sie von einer fünffachen Weltmeisterin trainiert werden.