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| 08:51 Uhr

Trainer Sander testet heute neuen Stürmer

Der FC Energie Cottbus absolviert heute um 19 Uhr seinen zweiten Test nach der Winterpause. Gegner ist Erstligist Hertha BSC Berlin. Nach dem überraschenden Weggang von Stürmer Michael Thurk zurück nach Mainz (die RUNDSCHAU berichtete) testet Cheftrainer Petrik Sander gleich einen neuen Angreifer. "Michael Fuß von Tennis Borussia Berlin wird heute mitspielen und wir werden nach der Partie entscheiden, ob wir ihn schon mit nach Dubai nehmen", so Sander gestern zur RUNDSCHAU. W. von der Burg

Sander weiß vor dem Test nicht so recht, wie seine Spieler auf die ganzen äußeren Umstände der letzten Tage, u.a. erhalten die Profis seit Oktober wegen der angespannten finanziellen Lage nur 70 Prozent ihres Gehalts, reagieren: "Wir werden sehen, ob das Spuren hinterlässt. Ansonsten wollen wir uns natürlich so gut wie möglich verkaufen, auch wenn ich gesagt habe, dass die Ergebnisse der Testspiele für mich nur zweitrangig sind und wir im vollen Training stehen. Wichtig ist, dass die Mannschaft sich einspielt im Hinblick auf die Rückrunde. Und nur das wird der Maßstab sein."

Sander blieb zu Hause Sander reiste übrigens gestern wegen der angespannten Situation (Weggang von Thurk und Finanzen) nicht mit zum Hallenturnier nach Nürnberg.

Seine Profis freuen sich allerdings auf den Vergleich mit Hertha BSC. "Es ist immer was Besonderes gegen einen Bundesligisten zu spielen. Da wollen wir schon zeigen, was wir draufhaben", meint Spielmacher Youssef Mokhtari.

Beim heutigen Vergleich gilt im Stadion die gleiche Sicherheitsstufe wie bei einem Punktspiel. "Ordnungskräfte und Polizei werden im Stadion sein, wie bei einem normalen Bundesligavergleich. Auch Hertha bringt eigene Fan-Betreuer mit", so Energie-Sicherheitsbeauftragter Michael Schirmer. Die Stadionkassen öffnen um 17 Uhr.

Gesprächsthema Thurk Der Rückzug von Michael Thurk ist natürlich auch weiter Gesprächsthema in der Energie-Elf. "So eine Entscheidung überrascht einen immer. Doch ich muss sagen, ich hatte schon länger das Gefühl, dass Micha hier in Cottbus nicht zufrieden ist und wegwollte. Das ist im Fußballgeschäft nun mal so und wir müssen sehen, wie wir die Lücke schließen können", sagt Energie-Kapitän Gregg Berhalter.

"Für mich war das keine Überraschung", so Mokhtari knapp, ohne dass er seine Aussage begründet. Als "Hammer" sah es dagegen Benjamin Schöckel an: "Als ich das erfuhr, war ich völlig perplex." Allerdings hat Schöckel auch noch eine etwas eigene Art, Thurks Weggang zu interpretieren: "Was ich im Training so gesehen habe, war er ein perfekter Fußballer und eigentlich zu schade für die zweite Liga."

Inzwischen scheint Thurk sich, trotz seiner schweren Gesichtsverletzung, in seiner alten Heimat pudelwohl zu fühlen.

"Ich freue mich auf die Fans und die Atmosphäre im Stadion. Da hat mir was gefehlt. Ich bin wieder zu Hause und ich darf Erste Liga spielen", wird Thurk gestern in der "Mainzer Allgemeinen Zeitung " zitiert. Außerdem soll er schon bei den Mainzer Aufstiegsfeiern im Sommer den Mainzer Manager Christian Heidel gebeten haben, ihn aus seinem Vertrag bei Energie herauszuholen.

Beim Vereinswechsel von Thurk sollen dem FCE rund 300 000 Euro an Ablöse in die Kassen fließen. Rechnet man das eingesparte Gehalt dazu, ist das etwa eine Größenordnung von etwa einer halben Million Euro.