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| 19:03 Uhr

Leichtathletik
Top-Leichtathlet, Top-Trainer – Cottbuser Jürgen Bruns ist tot

Cottbus/Potsdam. Plötzlicher Tod mit 75 Jahren. Von Wolfgang Von der Burg

Jürgen Bruns, einst Leichtathlet und Lauf-Trainer, ist vor wenigen Tagen mit 75 Jahren in Potsdam plötzlich verstorben. Bruns, der aus dem Harz stammt, galt als Vordenker in Sachen Leichtathletik, nie bequem immer innovativ. Er gehörte zu den besten 1500-Meter-Läufern der DDR.

Nach seiner aktiven Zeit arbeitete Jürgen Bruns als Trainer beim SC Cottbus und seit 1980 in Potsdam. Zu seinen erfolgreichen Athleten gehörten Jürgen Kneese, Rainer Kruk, Andreas Garack oder Hans-Henning Bräutigam.

Seine größten Erfolge feierte er aber mit einer Athletin, mit der er schließlich 42 Jahre verheiratet war: Ulrike Bruns, geborene Klapezynski, die aus Drebkau bei Cottbus stammt. Bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal gewann Ulrike Bruns Bronze über 1500 Meter, bei der WM 1987 Bronze über 3000 Meter. Unzählige nationale Titel und Rekorde holte sie.

Später, als Jürgen Bruns in Potsdam tätig war, gab er der Potsdamer Laufszene entscheidende Impulse. Er hob die Potsdamer Laufschule aus der Taufe und rief die „Preußische Meile“ ins Leben, die 2017 ihr 25-jähriges Jubiläum feierte. Er hinterlässt menschlich und sportlich eine große Lücke.