ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:01 Uhr

Tommi Sillanpää bleibt dem LHC erhalten

Verstärkt weiterhin die LHC-Abwehr: Tommi Sillanpää (M.) hat gestern mit Trainer Dietmar Rösicke (l.) und Geschäftsführer Fritz Bohla seine Vertragsverlängerung perfekt gemacht.
Verstärkt weiterhin die LHC-Abwehr: Tommi Sillanpää (M.) hat gestern mit Trainer Dietmar Rösicke (l.) und Geschäftsführer Fritz Bohla seine Vertragsverlängerung perfekt gemacht. FOTO: Wockenfuß
Cottbus.. Das Abwehrbollwerk bleibt dem LHC Cottbus erhalten: Gestern hat der Finne Tommi Sillanpää für zwei weitere Jahre beim Handball-Regionalligisten unterschrieben. Beate Wockenfuß

Der Nationalspieler war im Sommer 2005 für zunächst ein Jahr vom finnischen Erstligisten HC Dennis in die Lausitz gewechselt. Der Vertrag wäre am 30. Juni ausgelaufen.
„Ich bin sehr zufrieden beim LHC und fühle mich auch in der Stadt Cottbus wohl“ , begründete der 27-Jährige gegenüber der RUNDSCHAU seine Entscheidung. Der robuste Kreisläufer, der inzwischen auch sehr gut Deutsch spricht, wurde damals geholt, um vor allem der Abwehr deutlich mehr Halt zu verleihen - was eindrucksvoll gelang. Sein körperbetontes Spiel unterband so manchen gegnerischen Angriff.
Nicht zuletzt dank des Routiniers könnten die Cottbuser in dieser Saison den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen. Aber auch im Falle des Verbleibs in der 3. Liga bleibt der finnische Leistungsträger in der Lausitz - zumindest für ein weiteres Jahr. Sollte der Aufstieg auch 2007 nicht gelingen, kann Tommi Sillanpää ablösefrei in die 2. Bundesliga oder ins Ausland wechseln. Doch davon geht die Nummer 17 momentan nicht aus: „Natürlich werden wir in dieser Saison aufsteigen.“ Und weil er sich dabei so sicher ist, zieht auch seine Freundin Piritta im Herbst von Finnland zu ihm nach Cottbus. Dann wird die bisherige LHC-Kreisspieler-Wohngemeinschaft mit Mannschaftskollege Jörg Reimann aufgelöst.
Auch Trainer Dietmar Rösicke ist froh über die Vertragsverlängerung: „Tommi ist das Herzstück unserer Abwehr und auch im Angriff extrem wichtig.“ Er habe alle Erwartungen erfüllt und passe auch menschlich gut zur Mannschaft. „Dass er die deutsche Sprache so schnell gelernt hat, ist ein Zeichen dafür, dass er sich gut integriert hat.“ Vor allem die jungen Spieler haben laut Dietmar Rösicke von der Erfahrung des mehrfachen Nationalspielers profitiert.
Dieser Loyalitätsbeweis erfolgte auch zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt. Der LHC hat genau die Hälfte der Meisterrunde hinter sich und will am Samstag (16 Uhr) in der Lausitz-Arena gegen den AMTV Hamburg den nächsten großen Schritt Richtung Aufstieg machen. Möglicherweise ist bis dahin eine weitere Vertragsverlängerung unter Dach und Fach: Mit Rechtsaußen Robert Kählke soll heute verhandelt werden.