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| 08:43 Uhr

Thurk bittet FCE um Vertragsauflösung

Thomas Juschus und Frank Noack. Michael Thurk verlässt Energie Cottbus auf eigenen Wunsch nach knapp sechs Monaten wieder. Der im Gesicht verletzte Stürmer kehrt zurück zum FSV Mainz 05 und wird am Bruchweg einen Vertrag bis zum Jahr 2008 unterschreiben. Er soll auch spätestens ab morgen am Trainingslager des Aufsteigers in Spanien teilnehmen. Energie-Manager Klaus Stabach und Mainz 05 erzielten bereits mündliche Einigung über den Transfer des Torjägers.

Thurk hat nach Angaben von Energie-Pressesprecher Ronny Gersch gestern telefonisch um Auflösung seines Drei-Jahres-Vertrages gebeten und ein weiteres Engagement in Cottbus rigoros abgelehnt. Der 28-Jährige, der sich zur Zeit in seiner Heimatstadt Frankfurt nach einer Kieferoperation aufhält, habe vor allem „private Gründe“ für seinen Entschluss an. Er war gestern Abend zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

Trainer Petrik Sander, für den Thurk nach verkorkster Hinrunde einer der Hoffnungsträger im Abstiegskampf der 2. Bundesliga war, nahm die Nachricht geschockt auf. "Ich habe bis zuletzt um Michael gekämpft. Aber ich konnte nicht verhindern, dass Thurk zu seiner Familie zurück möchte. Sportlich ist sein Weggang ein Verlust, nein schlimmer: eine Katastrophe", sagte Sander der RUNDSCHAU. "Ich bin enttäuscht. Der Wechsel verschärft die sportliche Situation. Vielleicht hätte Micha seine Entscheidung besser überdenken sollen, als er für drei Jahre in Cottbus unterschrieben hat", erklärte Steffen Baumgart.

„Es macht keinen Sinn, einen mental so belasteten Spieler zum Bleiben zu zwingen. Wir brauchen Profis, die sich mit dem FC Energie Cottbus und seinen Zielen absolut identifizieren“, sagte FCE-Manager Klaus Stabach. „Wir können dem Wunsch von Michael Thurk aber nur bei einer angemessenen Ablösesumme entsprechen“, so Stabach weiter.

Neben Michael Thurk verpflichtete Mainz auch Hanno Balitsch von Bayer Leverkusen. "Ich bin froh, dass die Transfers geklappt haben und dass beide auch sofort ins Trainingslager nachreisen können", meinte FSV-Trainer Jürgen Klopp.
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Hintergrund: Gesperrt und verletzt

Michael Thurk wechselte im Sommer vom FSV Mainz 05 zum FC Energie Cottbus. Als der 28-Jährige den Vertrag in der Lausitz unterschrieb, lag der FC Energie noch auf Aufstiegskurs in die Bundesliga. Am letzten Spieltag schoss dann Thurk mit seinen Toren die Mainzer ins Fußball-Oberhaus – Energie blieb als Vierter in der 2. Bundesliga.

Für den FC Energie absolvierte Thurk nur acht Zweitliga-Spiele und erzielte drei Treffer. Ende Oktober zog Thurk sich beim Punktspiel in Trier nach einem unglücklichen Zusammenstoß mit Claus Grzeskowiak schwere Gesichts- und Kieferverletzungen zu.
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