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Superstar Mo Farah greift Trump an: "Zum Fremden gemacht"

Der Brite Mo Farah, geboren in Somalia, lebt seit sechs Jahren in den USA und kritisiert das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot.
Der Brite Mo Farah, geboren in Somalia, lebt seit sechs Jahren in den USA und kritisiert das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot. FOTO: dpa
London. Der gebürtige somalische Leichtathletik-Superstar Mo Farah hat US-Präsident Donald Trump nach dem verhängten Einreiseverbot in einem emotionalen Statement scharf kritisiert. "Am 1. dpa/jam

Januar wurde ich von der Queen zum Ritter geschlagen. Am 27. Januar hat mich Präsident Donald Trump anscheinend zum Fremden gemacht", schrieb der Brite, der seit sechs Jahren in den USA lebt, am Sonntag bei Facebook. "Es ist schwer beunruhigend, dass ich meinen Kinder sagen muss, dass Daddy möglicherweise nicht zurück nach Hause kommen kann - um zu erklären, warum der Präsident eine Politik eingeführt hat, die von einem Ort von Ignoranz und Vorurteilen kommt."

Farah war im Alter von acht Jahren aus Somalia nach Großbritannien gekommen, inzwischen trainiert der 33 Jahre alte viermalige Olympiasieger in den USA. Ob er direkt von dem durch Trump erlassenen Dekret betroffen ist, war zunächst unklar. Der "Daily Telegraph" berichtete unter Berufung auf Farahs Management, dass dieser keinen somalischen Pass oder eine doppelte Staatsbürgerschaft besitze.

Trump hatte als Kern seines Anti-Terror-Kampfes einen 90-tägigen Einreisestopp für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern, darunter Somalia, verfügt. Ein Gericht in New York entschied jedoch, dass der Erlass gegen die US-Verfassung verstößt. Die Klärung soll vermutlich in einigen Wochen erfolgen.