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Streit um Torjäger Alario: River Plate droht Leverkusen

Lucas Alario (24) ist an River Plate gebunden, Bayer will ihn aber unbedingt.
Lucas Alario (24) ist an River Plate gebunden, Bayer will ihn aber unbedingt. FOTO: dpa
Leverkusen. Im Werben um Torjäger Lucas Alario ist ein heftiger Streit zwischen Bayer Leverkusen und CA River Plate entbrannt. Die Argentinier haben den Fußball-Bundesligisten ultimativ aufgefordert, die Bemühungen um den Torjäger unverzüglich einzustellen. dpa/jam

"Für den Fall, dass Sie nicht in einer ausdrücklichen und sofortigen Stellungnahme innerhalb einer Frist von 24 Stunden vom Transfer Abstand nehmen, werden wir die Angelegenheit der Fifa vorlegen", heißt es laut "Sport Bild" in einem an Bayer-Geschäftsführer Michael Schade adressierten Schreiben.

Laut Medienberichten ist ein von Bayer veranlasster Gesundheits check des 24-Jährigen in einer Klinik in Buenos Aires Auslöser für den Streit. Diese medizinische Untersuchung habe sein aktueller Arbeitgeber nicht genehmigt und einen Notar in die Klinik geschickt, um den Vorgang zu dokumentieren, schrieb die Zeitung "La Nación".

Nach Einschätzung von River Plate versucht Leverkusen, den Spieler zu einem einseitigen Vertragsbruch während der bereits begonnenen Spielzeit anzustiften. Diesen Vorwurf weist Bayer zurück. "Wir bewegen uns auf korrektem Terrain. Fakt ist, wir wollen den Spieler, und der Spieler will zu uns", sagte Vereinssprecher Dirk Mesch am Dienstag.

Alario ist vertraglich bis 2020 an den argentinischen Rekordmeister gebunden. Er soll 24 Millionen Euro kosten. Damit wäre er die teuerste Neuverpflichtung des Werks clubs in der Vereinsgeschichte. Für Kevin Volland hatte Bayer 20 Millionen an Hoffenheim gezahlt.

Zusätzlich erschwert werden die Verhandlungen durch die komplizierten Transferrechte. 60 Prozent an Alario soll River Plate halten, die übrigen 40 wohl sein Jugendclub.