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Steffi Jones darf weitermachen

Die Fußball-WM 2019 ist nun die große Herausforderung für Steffi Jones. Aus der enttäuschenden EM nehme sie wichtige Erfahrungen mit.
Die Fußball-WM 2019 ist nun die große Herausforderung für Steffi Jones. Aus der enttäuschenden EM nehme sie wichtige Erfahrungen mit. FOTO: dpa
Frankfurt/Main. Trotz des unerwartet frühen Ausscheidens des Olympiasiegers und Titelverteidigers bei der EM in den Niederlanden hält der Deutsche Fußball-Bund an seiner Bundestrainerin fest – und verlängert sogar den Vertrag von Steffi Jones: Der Kontrakt mit der 44-Jährigen gilt bis zur WM 2019 in Frankreich und hat eine Option auf eine weitere Verlängerung bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. "Steffi Jones hat uns in ihrer Analyse vermittelt, dass sie aus der enttäuschenden EM wichtige Erfahrungen mitnimmt und Lehren für ihre künftige Arbeit zieht", teilte DFB-Präsident Reinhard Grindel am Mittwoch mit. Von Dietmar Fuchs

Steffi Jones zeigte sich erfreut über das Vertrauen des DFB-Präsidiums. Sie erkannte indes auch eines: "Ich sehe das Votum für mich und mein Team aber gleichzeitig auch als einen klaren Auftrag und eine Verpflichtung, aus den Erfahrungen der EM die richtigen Schlüsse für unsere weitere Arbeit zu ziehen."

Ziel sei es, das Team und das Spielsystem weiterzuentwickeln, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und wieder erfolgreich zu sein. Jones sprach von einem lehrreichen Prozess, den sie bei der EM erlebt habe.

Schon nach dem 1:2 im EM-Viertelfinale gegen Dänemark hatte die Bundestrainerin wissen lassen, dass sie ihren Job behalten wolle. "Meine eigene Motivation ist da", hatte sie nach dem EM-Aus von sich gegeben. Jones hatte nach dem Olympiasieg 2016 die Nachfolge von Silvia Neid als Bundestrainerin angetreten.

DFB-Chef Grindel zeigte sich nach intensiven internen Gesprächen davon überzeugt, dass Steffi Jones die sportlichen Konzepte und die Kompetenz habe, um die WM 2019 als kommende große Herausforderung erfolgreich anzugehen.

"Dass sich die Mannschaft deutlich für ihre Trainerin ausgesprochen hat und dass auch aus der Frauen-Bundesliga viele positive Signale kommen, bestärkt uns in unserer Entscheidung", bemerkte Grindel. "Wir stehen als Präsidium dazu, dass sie in ihrer Rolle als Bundestrainerin eine zweite Chance beim DFB bekommen soll." Die 44-Jährige habe sich in den vergangenen Jahren als Spielerin und Direktorin große Verdienste um den Frauenfußball erworben.