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| 01:30 Uhr

Steffen übt Kritik an Doping-Kontrollen

Beklagt den Zeitaufwand der Kontrollen: Britta Steffen. Foto: dpa
Beklagt den Zeitaufwand der Kontrollen: Britta Steffen. Foto: dpa FOTO: dpa
Hamburg. Deutschlands Vorzeige-Schwimmer Britta Steffen und Paul Biedermann sehen durch Doping-Kontrollen ihre persönliche Freiheit zunehmend eingeschränkt. Beide Doppel-Weltmeister von Rom erkennen zwar die Notwendigkeit der Kontrollen an, beklagen aber in Interviews auch die Nachteile durch die peniblen Vorschriften über die Bekanntgabe des genauen Aufenthaltsorts der Schwimmer. dpa/tus

"Allein der Zeitaufwand ist enorm und mit allgemeinen Bürgerrechten hat das auch wenig zu tun", sagte Britta Steffen der Zeitschrift "Unicum". Die Doppel-Olympiasiegerin aus Berlin über 100 und 50 Meter Freistil fügte hinzu: "Wenn ich Leuten erzähle, wie das mit den Dopingkontrollen abläuft, können die das gar nicht glauben." Einen "gefährlichen Trend" hat Paul Biedermann beim Dauerthema Doping erkannt. "In Deutschland wird jeder sportliche Erfolg hinterfragt. Ob wir vielleicht mehr oder besser trainiert haben, will keiner wissen", sagte der 23-Jährige aus Halle/Saale der "Sport Bild" in einem Interview. "Demnächst werden uns noch Fußfesseln angelegt, damit die Doping-Tester ständig wissen, wo wir sind. Dann werden wir schlimmer behandelt als Schwerverbrecher auf Freigang", sagte Biedermann. dpa/tus