ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:42 Uhr

Spott für "HaHaHaSV" nach XXL-Watsch'n

"Unerträglich" fand HSV-Keeper René Adler die 0:8-Pleite.
"Unerträglich" fand HSV-Keeper René Adler die 0:8-Pleite. FOTO: dpa
Hamburg. Die HSV-Profis gingen am Tag nach der fast schon gewohnten XXL-Watsch'n in München einem möglichen Spießrutenlauf durch die eigenen Fans aus dem Weg. Der Großteil der im Internet als "HaHaHaSV" verspotteten Mannschaft zeigte sich nach der deftigen 0:8-Pleite bei den Über-Bayern am Sonntagvormittag erst gar nicht, die Zufahrt zu den Parkplätzen war überwiegend gesperrt. dpa/jam

Trainiert wurde bei Regenwetter im Kraftraum im Stadioninneren. Selbst die Verantwortlichen, die sich sonst am Tag nach Spielen den Fragen der Medien stellen, erschienen diesmal nicht. Doch auch ohne Worte sagt die erneute Blamage alles.

Immerhin hatten die Verursacher am Vortag nach der Pleite gar nicht erst nach Ausreden gesucht. "Das war ganz klar unsere Schuld. Wenn man so nachlässig ist wie wir, kommen acht Tore zusammen", räumte Kapitän Gotoku Sakai in seltener Offenheit ein. "Wir haben es zu keinem Zeitpunkt geschafft, ein angemessener Gegner zu sein", gab auch Markus Gisdol zu, der nächste geprügelte HSV-Trainer. Egal, wer auf der Bank sitzt - der HSV hat seit Jahren eine schlimme Bayern-Allergie entwickelt, zumindest in München. 0:8, 0:5, 0:8, 1:3, 2:9, 0:5, 0:6 - sieben Niederlagen am Stück, Torverhältnis 3:44! "Unerträglich" nannte der machtlose René Adler die 90 Spielminuten. Sportchef Jens Todt stöhnte angesichts des zerstörten Geistes des Aufschwungs von zuvor sieben Punkten aus drei Partien: "Ein schlimmer Tag, ein ganz schlimmer Tag. Das war ein ganz herber Rückschlag." Der Bundesliga-Dino steht wieder mal am Abgrund zur 2. Liga. "Das 0:8 spiegelt die Zwei-Klassen-Gesellschaft wider", bemerkte Adler.