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Sportler der Woche: Fußballer Marcel Heil aus Falkenberg

Wird planmäßig nur noch für die Senioren das Tor bewachen: Marcel Heil vom ESV Lok Falkenberg.
Wird planmäßig nur noch für die Senioren das Tor bewachen: Marcel Heil vom ESV Lok Falkenberg. FOTO: Verein
Dabei ist er nicht mal gelernter Keeper. Viele Mannschaften suchen ihr Heil in der Offensive – die Fußballer von Lok Falkenberg haben ihr(en) Heil dagegen ganz hinten zwischen den Pfosten stehen: Marcel Heil, um genau zu sein. Steven Wiesner

Der 39-jährige Torhüter erwischte beim Testspiel gegen Viertligist Lok Leipzig einen Ausnahmetag. Herr Heil, Sie haben die Halbprofis von Lok Leipzig bei der 1:4-Niederlage mit tollen Paraden fast zur Verzweiflung gebracht, dabei sind Sie nicht mal gelernter Torhüter. Wie haben Sie das angestellt? Heil Das stimmt, ich bin gelernter Feldspieler. Ich habe in der Aund B-Jugend im Tor gestanden und bin dann erst letztes Jahr wieder ins Tor zurückgekehrt, weil unser Stammkeeper weggegangen ist.

Aber bei solchen Spielen, wo man viel zu tun bekommt, sieht man als Torwart meistens gut aus. Wenn man gegen so einen großen Gegner Bälle hält, staunen alle. Und wenn es nicht klappt, halten es alle für normal. Und trotzdem ärgert man sich über das eine oder andere Gegentor. Der Trainer von Lok Leipzig hat aber kein Angebot dagelassen? Heil (lacht) Nein. Ich denke, dass Leipzig mit Benjamin Kirsten schon einen guten Keeper hat. Sie sind ein Falkenberger Urgestein. Haben Sie eigentlich jemals für einen anderen Verein gespielt?

Heil Ja, ich habe mal ein Jahr für Frieden Beyern gespielt, das ging während der Bundeswehrzeit nicht anders. Und es gab auch mal die Überlegung, nach Mühlberg zu wechseln, das damals ein paar Ligen höher gespielt hat als wir. Ansonsten spiele ich seit meinem 6. Lebensjahr für den ESV Lok. Sie sind jetzt 39. Wie lange darf sich Falkenberg denn noch über ihre Paraden freuen? Heil Das war voraussichtlich meine letzte Saison in der ersten Mannschaft, da im Sommer ein neuer Torhüter dazustößt.

Mein Augenmerk wird erstmal auf der Alte-Herren-Mannschaft liegen. Das heißt, den verpassten Aufstieg in die Landesklasse muss die Mannschaft nun ohne Sie nachholen? Heil So sieht es aus. Aber in dieser Liga bekommt man als Torhüter eines Spitzenteams eh nicht so viel auf die Kiste. Insofern war das Spiel gegen Leipzig eine angenehme Abwechslung, wo man auch mal die Handschuhe benutzen durfte. Mit Marcel Heil sprach Steven Wiesner