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| 13:37 Uhr

Wenn die Gelenke leiden
Sportarzt rät: Etwas weniger laufen

 Dr. med. Ehrenfried Pieles.
Dr. med. Ehrenfried Pieles. FOTO: Steffen Rasche
Tettau. Als zeitweise noch praktizierender Allgemeinmediziner und Sportarzt hat Dr. med. Ehrenfried Pieles (76) aus Tettau (OSL) schon die schlimmsten Sportverletzungen versorgt. Wofür er kein Verständnis hat, ist, wenn Freizeitläufer aus falsch verstandenem Ehrgeiz ihre Gelenke ruinieren.

„20 bis 25 Kilometer die Woche reichen aus. Alles andere ist schädlich. Statt dreimal laufen, lieber einmal weniger und dafür Rad fahren oder schwimmen“, rät er. Die Gelenkknorpel leben zwar von der Bewegung, mögen jedoch nicht die Druckbelastung, wie sie verstärkt beim Laufsport auftritt.

Wer dazu noch genetisch nicht optimal „ausgestattet“ sei, durch das Laufen Pfunde verlieren möchte, auf harten Untergründen trainiert und aus Kostengründen so lange mit den Schuhen läuft, „bis vorn die Zehen herausgucken“, dessen Weg führe aufgrund abgenutzter Knorpel früher oder später zum Arzt. Knie- und Hüftschäden sind für Dr. Ehrenfried Pieles „das Schlimmste“, was man sich als Läufer zufügen kann. Von seiner Laufgruppe weiß er, dass er zu den wenigen ohne ein künstliches Gelenk gehört. Der Sport-Doc setzt sich heute lieber auf sein Rennrad und spult wöchentlich bis zu 100 Kilometer herunter – nicht an einem Stück, sondern in flotten Zeitfahretappen.

(mf)