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Sponsoren-TV von WM: viele ungeklärte Details

Berlin. Für die Fans ist das Sponsoren-TV von der Handball-WM besser als nichts – für Fernsehsender und andere Medien Unternehmen eine Bedrohung der freien Berichterstattung. Die exklusiven Live-Übertragungen über die Internetseite des Handball-Sponsors DKB sind eine Notlösung und zeigen zugleich die rasanten Änderungen auf dem Medienmarkt. dpa/noc

Klassische TV-Anbieter sehen das ebenso kritisch wie der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS). "Wehret den Anfängen. Wenn nicht Journalisten das Geschehen filtern, sondern PR-Leute, dann hat das nichts mit objektiver Berichterstattung zu tun", sagte der VDS-Präsident Erich Laaser am Freitag: "Das ist ein Präzedenzfall."

Viele Details der Übertragung sind fünf Tage vor Beginn der WM aber noch gar nicht geklärt. Wer kommentiert? Reicht die Bandbreite deutschlandweit für den Empfang? Können die Fans ihren Stream auf einem klassischen Fernseher abspielen? Die DKB hatte am Freitag noch keine Antworten. Fest steht nur: Erstmals werden bewegte Bilder von einer Großveranstaltung nur auf der Homepage eines Sponsoren zu sehen sein.