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| 02:47 Uhr

Spengler schreibt auf dem Lausitzring DTM-Geschichte

Klettwitz. Bruno Spengler hat am Lausitzring für den ersten BMW-Sieg im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) seit 20 Jahren gesorgt. Der Kanadier setzte sich am Sonntag im zweiten Saisonlauf vor Auftaktsieger Gary Paffett (Großbritannien) im Mercedes-Benz und Markenkollege Augusto Farfus (Brasilien) durch. 72 000 Fans verfolgten das DTM-Wochenende. dpa/tus

"Ein Wahnsinns-Rennen, es war super eng. Ein absoluter Traum", jubelte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt, nachdem Bruno Spengler für den 50. DTM-Sieg für Rückkehrer BMW gesorgt hatte. "Ich glaube es kaum", sagte Sieger Spengler. "Sieg Nummer 50 für BMW und das mit mir, das ist unbeschreiblich. Ich habe Gänsehaut überall. Dieses Wochenende werde ich nie vergessen, das ist so besonders."

Die DTM-Piloten hatten ihre Lektion vom Auftaktrennen offenbar gelernt: Denn beim Start in der Lausitz ging es wesentlich friedlicher zu als noch vor einer Woche am Hockenheimring. Dort waren gleich mehrere Piloten nach dem Start auf Kollisionskurs. Unter anderen hatte es Spengler früh im Rennen erwischt. Er war mit Ralf Schumacher kollidiert und musste aufgeben.

Am Lausitzring dagegen überholte Mercedes-Pilot Gary Paffett, der Auftaktsieger von Hockenheim, von Platz drei aus DTM-Neuling Farfus ganz ohne Berührung. Farfus' Markenkollege Spengler auf der Pole Position erwischte dagegen einen guten Start. Fast zu gut. Die Rennkommissare gingen dem Verdacht auf Frühstart nach - die Fernsehbilder gaben jedoch Entwarnung.

BMW hatte in der Qualfikation am Vortag sensationell die besten beiden Zeiten gefahren. Spengler und Farfus hatten für die erste Doppel-Pole für den Rückkehrer seit 20 Jahren gesorgt. Im Rennen kam Spengler erst spät in der 16. Runde zum ersten Reifenwechsel an die Box, zwei Runden nach seinen Verfolgern. Und er kam doch noch rechtzeitig vor Paffett wieder auf die Strecke. "Nach dem ersten Stopp bin ich etwas zurückgefallen. Es war knapp, hat aber einfach nicht gereicht", sagte Paffett.

Auch nach dem zweiten Boxenstopp in der 32. Runde blieb Spengler vor Paffett. Der Gesamtführende trieb den Kanadier rundenlang vor sich her und lauerte nur auf einen Fehler seines Gegners. Vergeblich - Spengler ließ sich nicht verunsichern. Er hielt sein Tempo aufrecht und seinen Verfolger auf Distanz.

Winkelhock schreibt auf dem Lausitzring Geschichte.