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Spaniens Altstar soll gegen Italien helfen

David Villa wurde überraschend für das Nationalteam reaktiviert.
David Villa wurde überraschend für das Nationalteam reaktiviert. FOTO: dpa
Madrid. Spaniens Nationalcoach Julen Lopetegui hat für das WM-Qualifikationsspiel gegen Italien überraschend Altstar David Villa (35) reaktiviert, der somit an diesem Samstag nach drei Jahren sein Comeback bei der "Selección" feiert. Spanische Medien schrieben, selbst die Mannschaftskollegen seien von der Nominierung des Rekordtorschützen überrascht gewesen, der mittlerweile in den USA für New York City FC kickt – aber die Entscheidung Lopeteguis zeigt auch, wie wichtig dieses südeuropäische Duell der Giganten für die Furia Roja – die rote Furie – ist. dpa/jam

Lopetegui sprach von einer "großen Partie, bei der wir uns von unserer besten Seite zeigen müssen". Beide Ex-Welt- und -Europameister liefern sich an der Spitze der WM-Quali-Gruppe G ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Spanien und Italien liegen derzeit punktgleich auf dem ersten Platz, das Hinspiel endete 1:1.

Während David Villa bei dieser Partie mit viel Wohlwollen begrüßt werden dürfte, könnte es in anderer Hinsicht Pfiffe hageln. Für Spaniens Abwehrstar Gerard Piqué zum Beispiel ist jeder Auftritt im Madrider Bernabéu-Stadion wie ein Spießrutenlauf. Pfiffe, Buh-Rufe und bitterböse Spruchbänder gehören für den Barça-Innenverteidiger auf dem Spielfeld des Erzrivalen Real Madrid fast zum Alltag.

Schon Tage vor dem Qualifikationsspiel gegen Italien sahen sich die Teamkollegen des 30-Jährigen deshalb genötigt, einen eindringlichen Appell an die Fans zu richten, sich auf die wichtige Partie gegen die Squadra Azzurra zu konzentrieren - und nicht auf den ungeliebten Katalanen.

Besonders Real-Star Sergio Ramos demonstrierte Teamgeist: "Das spanische Publikum muss alle Spieler respektieren, die für uns auf dem Platz stehen - und Piqué ist einer davon", sagte er und bat die Fans, bei diesem "intensiven und schwierigen Spiel" von einem Pfeifkonzert abzusehen.