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| 16:52 Uhr

Rasenpflege
So wird der Fußballplatz fit für den Sommer

Knackig grüner Rasen ist nicht nur etwas fürs Auge. Ist der Rasen gesund und gepflegt, übersteht er auch die Belastungen des regelmäßigen Spielbetriebs gut.
Knackig grüner Rasen ist nicht nur etwas fürs Auge. Ist der Rasen gesund und gepflegt, übersteht er auch die Belastungen des regelmäßigen Spielbetriebs gut. FOTO: dpa / Guido Kirchner
Cottbus. Das frühlingshafte Wetter hat die Natur kräftig ergrünen lassen. Auch der Rasen auf Lausitzer Fußballplätzen erfährt einen Wachstumsschub. Was sollten Vereine bei der Rasenpflege jetzt beachten? Die RUNDSCHAU hat sich umgehört. Von Daniel Friedrich

Für die Platzwarte in der Region steht im Frühjahr jede Menge Arbeit an. Die Spielanlagen benötigen nach der Winterruhe jemanden, der sich gut um sie kümmert, damit sie wieder ordentlich bespielbar sind. „Frühjahrspflege-Programm“ nennt das Christiane Alex-Kretzschmar, Rasenexpertin aus Döbrichau bei Herzberg (Elster): „Regelmäßige Pflege und die Versorgung mit Nährstoffen zahlen sich das ganze Jahr über aus“, weiß sie.

Zur grundsätzlichen Pflege gehört natürlich das Rasenmähen. Lange Grashalme stören nicht nur die Spieler beim Laufen, sondern bremsen auch den Ball aus. „Einmal in der Woche sollte ein Platz schon gemäht werden, sonst wird das Gras zu lang und hat bei der Mahd zu viel Masse“, erklärt die Rasenexpertin. Sie empfiehlt, den Rasen auf eine Länge von 3,5 Zentimeter zu mähen. „Konnte die Spielfläche zum Beispiel wegen eines Urlaubs mal längere Zeit nicht gemäht werden, bietet es sich an, sie in Etappen zu stutzen.“ Soll heißen: Nicht sofort dreieinhalb Zentimeter ansetzen, sondern mehrmals maximal ein Drittel des Halms kürzen, bis die gewünschte Länge erreicht ist. Denn je tiefer geschnitten wird, desto empfindlicher werden die Gräser.

Gerade im Sommer, wenn die Sonne mehrere Stunden auf den Sportplatz brennt, ist es zudem wichtig, den Rasen nicht zu kurz zu halten, warnt Christiane Alex-Kretzschmar: „Das beugt Verbrennungen und dem Austrocknen vor.“

Über das Jahr hinweg sammelt sich auf dem Rasenboden abgestorbenes Gewebematerial – die sogenannte Filzschicht. Wird sie zu dick, ist der Luft- und Wasseraustausch behindert. Rasenexpertin Alex-Kretzschmar rät deshalb zum Vertikutieren: „Durch das Vertikutiermesser wird die unnötige Materialschicht entfernt. Die Bodenoberfläche ist wieder durchlässig und griffig.“

Grundsätzlich sollte in der Wachstumsphase vertikutiert werden. Dann verkraften die Pflanzen die Verletzungen deutlich besser und verwachsen sich schnell wieder. Wichtig ist es, dass der Vertikutierer nur die Bodenoberfläche anritzt und nicht tief einschneidet. Die Deutsche Rasengesellschaft empfiehlt, etwa zwei Wochen vor dem Vertikutieren das erste Mal zu düngen.

Apropos Dünger: Durch den Spielbetrieb beanspruchter Rasen sollte regelmäßig mit Nährstoffen versorgt werden. Zum einen bilden sich so besser neue Seitentriebe, zum anderen bleibt der Rasen dicht. Dazu bietet sich laut der Döbrichauer Rasenexpertin Christiane Alex-Kretzschmar Langzeitdünger an. „Dieser gibt die Nährstoffe über einen längeren Zeitraum gleichmäßig ab.“ Im Handel sind die Produkte meist als „Depotdünger“ zu finden.