ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:00 Uhr

Leichtathletik
Silber macht Hoffnung auf goldene Zeiten

Marie Scheppan mit ihrem Trainer Rainer Kruk und LCC-Vize Uli Hobeck (r.).
Marie Scheppan mit ihrem Trainer Rainer Kruk und LCC-Vize Uli Hobeck (r.). FOTO: Frank Hammerschmidt
Cottbus. 400-Meter-Läuferin Marie Scheppan soll der Cottbuser Leichtathletik zu neuen Höhenflügen verhelfen. Am Dienstag wurde sie gefeiert. Von Sven Hering

Der große Trubel ist ihre Sache nicht. Marie Scheppan läuft gern die Stadionrunde. Vorzugsweise ziemlich schnell. Doch an Interviews und Fototermine muss sich die Leichtathletin noch gewöhnen. Und an offizielle Empfänge.

Einen solchen hatte Ulrich Hobeck, Vizepräsident des Leichtathletikclubs Cottbus, am Dienstag für die 17-jährige Läuferin organisiert. Da war die Döbbrickerin gerade erst aus dem argentinischen Buenos Aires zurückgekehrt, wo sie bei den Olympischen Jugendspielen eine Silbermedaille über die 400 Meter erlaufen und damit den bisher größten Erfolg in ihrer Sportlerkarriere erringen konnte.

In der Heimat hat die schlanke Athletin damit eine kleine Euphoriewelle ausgelöst. „Es ist nicht nur etwas Besonderes für uns als Leichtathletikclub, sondern für die Stadt Cottbus“, sagte Ulrich Hobeck bei der kleinen Willkommensveranstaltung am Dienstag im Cottbuser Sportzentrum. Erfolgstrainer Rainer Kruk, der neben Marie Scheppan mit Constantin Schulz derzeit ein zweites hoffnungsvolles Lauftalent betreut, war natürlich geladen. Dazu Vertreter von Stadtsportbund, Sportstättenbetrieb, Olympiastützpunkt, Stadtverwaltung und Sponsoren.

Im Begegnungsraum, der vor allem mit Fußball- und Radsport-Trikots ausgeschmückt ist, wurde der Wunsch spürbar, dass die Leichtathletik künftig wieder mit Cottbuser Athleten Erfolgsgeschichten schreibt. „Gerade in dieser Sportart, die eine lange Tradition hat, lechzen wir danach“, sagte Olaf Wernicke, Vorsitzender des Stadtsportbundes.

Ein großer Rucksack für die ehemalige Lausitzer Sportschülerin. Doch Marie Scheppan sieht das selbst von allen Beteiligten wohl mit der größten Gelassenheit. „Ich mache jetzt erst mal ein paar Tage Pause, dann geht es mit ein bisschen Training weiter“, erklärte sie.