| 02:39 Uhr

SCM erwartet Füchse zum Derby

Füchse-Keeper Silvio Heine vetter ist erkältet – aber motiviert.
Füchse-Keeper Silvio Heine vetter ist erkältet – aber motiviert. FOTO: dpa
Berlin/Magdeburg. Trotz aller Rivalität – die gegen seitige Wertschätzung zwischen den Füchsen Berlin und dem SC Magdeburg ist groß. "Magdeburg ist wieder unfassbar stark", erklärte Füchse-Manager Bob Hanning vor dem brisanten Duell in der Handball-Bundesliga an diesem Donnerstag (19 Uhr) in der Magdeburger Getec-Arena. dpa/noc

Auch SCM-Abwehrchef Zeljko Musa erwartet eine knifflige Aufgabe: "Sie haben auch diese Saison eine starke Mannschaft. Es wird wieder ein schwieriges Spiel."

Die Vorsaison schlossen beide Teams punktgleich ab und qualifizierten sich für den EHF-Pokal. In der neuen Spielzeit wollen beide weiter oben angreifen. Die Füchse, die einen klaren Auftaktsieg gegen Aufsteiger Ludwigshafen feierten, reisen mit personellen Problemen nach Sachsen-Anhalt. Die Grippewelle hat neben den Torhütern Silvio Heinevetter und Petr Stochl auch Rechtsaußen Hans Lindberg erwischt. "Das passt gerade alles gar nicht", ärgerte sich Hanning.

Der Füchse-Macher vermutet, dass die kalte Klima-Anlage im katirischen Doha den Spielern während der Club-WM zugesetzt hat. Heinevetter konnte am Mittwoch trainieren, Stochl nicht. "Mehr ja als nein", meinte "Heine" zu seinen Einsatzchancen für Donnerstag. Hanning geht davon aus, dass "einer von beiden spielen wird."

Am Sonntag hatte Stochl den kranken Heinevetter trotz eines Infektes beim 31:24-Sieg gegen die Eulen Ludwigshafen bestens vertreten. Heinevetter freut sich nun auf seinen Ex-Club. "Da hat sich in den vergangenen Jahren eine schöne Rivalität entwickelt. Das wird wie immer ein knappes Spiel", sagte der Nationalkeeper.

Hanning lobte vor allem das Angriffsspiel der Magdeburger, die nach zwei Siegen zuletzt knapp mit 32:34 beim deutschen Rekordmeister THW Kiel unterlagen. "Die gehen immer auf die Nahtstelle. Mal schauen, ob unsere Abwehr dem standhalten kann", erklärte der 49-Jährige.

Die Gastgeber setzen auf ihr begeisterungsfähiges Publikum. "Wir brauchen eine volle Halle", forderte Musa: "In der Getec Arena ist die Stimmung immer fantastisch." Der Verein rechnet mit 6500 Zuschauern. Auch Coach Bennet Wiegert weiß um die Kraft des achten Mannes. "Wenn uns eine volle Halle nicht hilft und pusht, was dann?" Der frühere Linksaußenspieler und sein Team nahmen "ganz viele positive Sachen aus Kiel mit. Dort haben wir 40 Minuten hervorragenden Handball gespielt."

Doch es gibt einige Blessuren: Zeljko Musa (Nackenprobleme), Marko Bezjak (Rückenprellung), Nemanja Zelenovic (Hüftprellung) und Pjotr Chrapkowski (Sprung gelenk) sind angeschlagen. Wiegert hofft, dass bis auf Carlos Molina (Schulterverletzung) alle anderen fit werden: "Ich weiß, dass jeder spielen will. Ich habe von den Ärzten kein Nein bekommen. Ansonsten hätte ich Probleme."