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| 02:39 Uhr

Schwerstarbeit für die weiße Weste

Die Weißrussen packten wie hier gegen Kai Häfner ordentlich zu.
Die Weißrussen packten wie hier gegen Kai Häfner ordentlich zu. FOTO: dpa
Rouen. Die deutschen Handballer bleiben bei der WM ungeschlagen auf Erfolgskurs. Gegen Weißrussland gelingt der vierte Sieg. Zum Gruppen-Finale am Freitag gegen Kroatien kommt nun Rückraum-Ass Glandorf nach Frankreich. Nils Bastek und Eric Dobias

Der Europameister bestand hat Mittwoch in Rouen den Härtetest gegen Weißrussland bestanden, musste beim 31:25 (16:16) allerdings Schwerstarbeit verrichten. Kapitän Uwe Gensheimer war vor rund 4000 Zuschauern mit acht Toren überragender Werfer im DHB-Team, für das Steffen Fäth sechsmal traf.

Wenn das Comeback des 33-jährigen Holger Glandorf (siehe Extra-Text) mit der ersten deutschen WM-Medaille seit dem WM-Triumph 2007 gekrönt werden soll, darf sich die DHB-Auswahl im weiteren Turnierverlauf jedoch nicht solche Schwächen wie in der ersten Halbzeit leisten.

Obwohl Paul Drux nach seiner Verletzungspause im rechten Rückraum zurückkehrte und auch Andreas Wolff trotz einer Po-Prellung aus dem Spiel gegen Saudi-Arabien im Tor ran konnte, lief in den ersten 30 Minuten einiges schief. Dabei ging es gut los: Patrick Groetzki traf zum 1:0 - es war das 4000. deutsche WM-Tor der Geschichte.

Doch schnell wurde klar, dass die DHB-Auswahl an diesem Tag kein leichtes Spiel haben würde. In der zuvor nur von Ungarn geforderten Abwehr stimmte die Abstimmung oft nicht.

Bundestrainer Dagur Sigurdsson, der die Spiele gegen Chile und Saudi-Arabien weitgehend emotionslos verfolgt hatte, trieb seine Schützlinge laut an. Bis zur Pause konnte sich das deutsche Team aber nicht absetzen und ging erstmals bei dieser WM ohne Führung in die Kabine. Nach dem Wechsel agierte der Europameister aber konzentrierter - und siegte letztlich souverän.

Zum Thema:
Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat Holger Glandorf für die entscheidende Phase bei der Handball-WM in Frankreich nachnominiert. Der 33 Jahre alte Rückraumspieler vom Bundesliga-Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt wird am Donnerstag im deutschen Teamquartier in Rouen eintreffen und den Europameister einen Tag später im Gruppenfinale gegen Kroatien erstmals verstärken. Dies bestätigte der Deutsche Handballbund am Mittwoch. "Ich freue mich auf die Spiele und werde Vollgas geben", sagte Glandorf vor seiner Abreise dem ARD-Hörfunk.