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| 02:39 Uhr

Schwache Medaillenbilanz der deutschen WM-Fechter

Enttäuscht: Degenfechterin Alexandra Ndolo.
Enttäuscht: Degenfechterin Alexandra Ndolo. FOTO: dpa
Leipzig. Richard Schmidt – und was sonst? Außer Bronze der Degen-Überraschung vom FC Offenbach gab es für die deutschen Fechter bei den Weltmeisterschaften nichts zu gewinnen. Noch nie seit Einführung des aktuellen Wettkampfprogramms 1999 war die Medaillenausbeute geringer als in Leipzig. dpa/jam

2015 in Moskau waren es zwei dritte Plätze durch Max Hartung im Einzel und durch ihn und seine Säbel-Mannschaft.

Der Schlusstag begann so vielversprechend, endete für die Degendamen und Florettherren indes im Viertelfinale. Im Frust trat Sportdirektor Sven Ressel am Mittwoch gegen die Bande, nachdem das Degenteam mit der WM-Achten Alexandra Ndolo an der Spitze das Halbfinale und eine mögliche zweite Medaille beim 11:12 im Sudden Death gegen den Olympia-Vierten Estland lediglich um einen Treffer verpasst hatte.

In seiner globalen Bewertung der WM-Tage von Leipzig hielt Ressel eines positiv fest: "Wir haben gesehen, dass unsere jungen Fechter konkurrenzfähig sind." Doch Top-Ergebnisse außer dem des 25-jährigen Schmidt, der als Nummer 135 der Weltrangliste anreiste, waren noch zu selten.

Der Umbruch, der in Leipzig mit acht WM-Debütanten und damit einem Drittel des Kaders begann, wird noch lange dauern. "In einigen Waffen haben wir noch viel Luft nach oben", konstatierte Ressel.