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| 02:39 Uhr

Schempp und Co. wollen beim Heim-Weltcup glänzen

Simon Schempp ist gut durch die Weihnachtspause gekommen und will jetzt Jagd auf Seriensieger Martin Fourcade machen.
Simon Schempp ist gut durch die Weihnachtspause gekommen und will jetzt Jagd auf Seriensieger Martin Fourcade machen. FOTO: dpa
Oberhof. Die Biathleten starten nach der kurzen Weihnachtspause in das zweite Wettkampftrimester. Nach der wetterbedingten Absage im Vorjahr steigt wieder der Heim-Weltcup in Oberhof. dpa/jam

Die Auswirkungen von Sturmtief "Axel" bekamen auch Simon Schempp & Co zu spüren. Beim Abschlusstraining zum ersten Rennen beim Heim-Weltcup in Oberhof hatten die Skijäger am Mittwoch wie so oft in der thüringischen Biathlon-Hochburg keine Sonne - dafür stürmische Böen und Schneefall.

"Es war schon teils ganz schön stürmisch. Aber morgen soll es besser werden", sagte Deutschlands Nummer eins Schempp mit Blick auf den Sprint an diesem Donnerstag (14.15 Uhr/ZDF und Eurosport).

Der 28-Jährige will im ersten Weltcup des Jahres seine ansteigende Form vom Jahresende 2016 bestätigen und Seriensieger Martin Fourcade aufs Neue herausfordern. Beim letzten Rennen im Dezember war er in Nove Mesto im Massenstart hinter dem Franzosen Zweiter geworden. "Ich werde an den Sachen gemessen, die ich schon erreicht habe, und da will ich ja auch wieder hin", sagte der zehnmalige Weltcupsieger, der nach gesundheitlichen Problemen nur schleppend in den Winter gestartet war.

Über die Weihnachtspause kam er, anders als seine Freundin Franziska Preuß (sie fehlt vorerst wegen eines grippalen Infekts), gesund. "Ich konnte gut trainieren und fühle mich gut. Ich will wieder angreifen", so Schempp.

Nachdem der Weltcup in der Vorsaison mangels Schnee abgesagt werden musste und dies für massive finanzielle Verluste sorgte, haben die Organisatoren diesmal rechtzeitig mit der Schneeproduktion begonnen. In den vergangenen Wochen wurde so viel Kunstschnee wie niemals zuvor produziert, die Strecken sind auch dank der mehr als 500 Helfer bestens präpariert. Doch Sturmtief "Axel" stellt die Organisatoren vor neue Herausforderungen: Über Nacht fielen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee, den man nicht wirklich gebrauchen kann.

Die Damen müssen in Oberhof auf ihre Nummer eins Laura Dahlmeier verzichten. Die Verfolgungs-Weltmeisterin lässt fünf Wochen vor dem WM-Start aus trainingstaktischen Gründen die ersten beiden Rennen aus und wird nur im Massenstart am Sonntag dabei sein. Damit ruhen die deutschen Hoffnungen am Freitag (14.15 Uhr/ZDF und Eurosport) vor allem auf Franziska Hildebrand.

Mit Spannung erwartet wird die Rückkehr von Darja Domratschewa. Die Weißrussin, die im Sommer Norwegens Biathlon-Legende Ole Einar Björndalen geheiratet und am 1. Oktober die gemeinsame Tochter Xenia zur Welt gebracht hatte, gibt ihr Comeback.