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Scheidungsverhandlungen: Tuchel beim BVB vorm Aus

Thomas Tuchel bekommt womöglich eine Abfindung von 2,9 Millionen Euro.
Thomas Tuchel bekommt womöglich eine Abfindung von 2,9 Millionen Euro. FOTO: dpa
Berlin. Genug gefeiert. Nach der Triumph-Fahrt durch die Dortmunder City beginnen bei Borussia Dortmund die Scheidungsverhandlungen zwischen der Clubspitze und Trainer Thomas Tuchel. dpa/jam

Am Ende einer schwierigen Saison mit einem beispiellosen Ränkespiel, aber sportlichem Happy End ist die Zeit gekommen, Klartext zu reden. Dass sich beide Seiten in einem für den Wochenbeginn anberaumten Gespräch auf eine Fortsetzung der vertraglich bis 2018 fixierten Zusammenarbeit einigen, erscheint unwahrscheinlich. Stattdessen dürfte über die Trennungsmodalitäten verhandelt werden.

Das Ende der Problemehe dürfte den Revierclub teuer zu stehen kommen. Laut Informationen der "Bild" soll die Abfindung den Verein 2,9 Millionen Euro kosten. Schließlich steht Tuchel bis 2018 unter Vertrag. Dafür erwarte der Verein eine saubere Trennung ohne verbales Nachtreten.

Die Summe, die im Fall einer Verpflichtung des in Nizza vertraglich gebundenen angeblichen Tuchel-Nachfolgers Lucien Favre fällig würde, könnte einen noch tieferen Griff in die Vereinskasse erfordern. Die Rede ist von vier Millionen Euro.

Die Chancen auf eine Versöhnung tendieren gegen null. Nicht nur das Verhältnis zwischen Tuchel und der Vereinsführung um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist gestört. Kaum war der Pokalsieg nach dem 2:1 über Eintracht Frankfurt perfekt, wurde auch eine Kluft zwischen Team und Trainer sichtbar. So sorgte die Ausbootung von Nuri Sahin für harsche Kritik an Tuchel.

Sollte nun Favre übernehmen, müsste der zum Amtsantritt zunächst auf Marco Reus verzichten. Laut BVB fällt der Nationalstürmer wegen eines Teilrisses des hinteren Kreuzbandes im rechten Knie mehrere Monate aus.