| 02:44 Uhr

Schalke droht beim FC Bayern die nächste Blamage

Düsseldorf. Die Champions-League-Verlierer aus Schalke fürchten eine weitere Blamage, die Sorgenkinder aus Bremen und Hamburg im 100. Nordderby einen folgenschweren Tiefschlag. dpa/noc

Der Auftritt des Revierclubs beim Branchenprimus FC Bayern und das Duell der beiden vom Abstieg bedrohten Traditionsclubs stehen am 23. Spieltag im Fokus.

Nur drei Tage nach der 1:6 Demütigung gegen Real Madrid wird der Auftritt des Tabellenvierten aus Gelsenkirchen in München zum Charaktertest. Schalke-Coach Jens Keller flüchtete sich jedenfalls schon mal in Galgenhumor: "Wir haben beim DFB einen Antrag gestellt, ob wir den Mannschaftsbus ins Tor stellen können."

Personelle Probleme erschweren die ohnehin knifflige Aufgabe. Verteidiger Felipe Santana fehlt verletzt, Sead Kolasinac, Kevin-Prince Boateng und Roman Neustädter sind angeschlagen.

Die Zeiten, in denen das Kräftemessen zwischen Bremen und Hamburg zu den Bundesliga-Topspielen gehörte, sind vorerst vorbei. Die Partie ist das Duell des 14. mit dem Drittletzten. Ein aus tabellarischer Sicht schlechteres Derby gab es schon seit 41 Jahren nicht. "Es geht um unglaublich wichtige drei Punkte", sagte Werder- Geschäftsführer Sport Thomas Eichin.

Doch der Gegner scheint nach dem Trainerwechsel im Aufwind. Im ersten Spiel unter der Regie von Mirko Slomka gelang ein deutliches 3:0 über Dortmund.

Ein weiteres heikles Abstiegsduell steigt am Sonntag in Frankfurt. Nach zuletzt sieben Niederlagen in Serie stellte der VfB Stuttgart am vorigen Spieltag den Vereins-Negativrekord aus der Saison 86/87 ein. Geht auch die achte Partie verloren, dürfte die Kritik an Trainer Thomas Schneider noch lauter werden. Beim Gegner aus Frankfurt wird viel davon abhängen, wie er das bittere Aus in der Europa League am Donnerstag gegen den FC Porto verarbeitet.

Hertha mit Nullnummer: Hertha BSC ist auch gegen den Absiegskandidaten SC Freiburg nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Die Berliner enttäuschten am Freitagabend vor 37 920 Zuschauern im Olympiastadion einmal mehr. Freiburgs Torwart Oliver Baumann bewahrte den SC mit starken Paraden vor der fünften Auswärtspleite hintereinander. In zwölf Heimspielen verließen die Herthaner nur fünfmal als Sieger den Platz. Durch den einen Punkt konnte die Mannschaft ihren siebten Tabellenplatz mit nunmehr 35 Zählern nicht verbessern. Freiburg bleibt nach dem torlosen Remis auf dem vorletzten Rang.