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| 02:43 Uhr

Schaffelhuber bessert enttäuschende deutsche Bilanz auf

Nach zweimal Gold hat Anna Schaffelhuber nun noch Chancen auf drei weitere Siege.
Nach zweimal Gold hat Anna Schaffelhuber nun noch Chancen auf drei weitere Siege. FOTO: dpa
Krasnaja Poljana. Zwei Starts, zwei Siege: Anna Schaffelhuber ist bei den Paralympics in Sotschi eine Klasse für sich. dpa/jam

Schon wieder war Anna Schaffelhuber nicht zu schlagen. Das deutsche Covergirl hat am Montag bei den Paralympics in Sotschi seine zweite Goldmedaille gewonnen. Die Monoski-Fahrerin meisterte den einmal mehr von schweren Stürzen beeinträchtigten Super-G souverän und war von ihrer eigenen Leistung beeindruckt. "Es ist einfach unglaublich", sagte die querschnittgelähmte Bayerin. Mit dem dritten Sieg für die deutsche Mannschaft überstrahlte "Gold-Anna" die Enttäuschungen im Alpin-Team. Wie schon beim Abfahrtsrennen kam Mitfavoritin Andrea Rothfuss nicht ins Ziel, und auch Anna-Lena Forster schied nach einem glimpflich verlaufenen Sturz aus. Schaffelhuber indes ist nun auch Gold-Favoritin für Super-Kombi, Slalom und Riesenslalom.

Medaillenlos, aber höchst zufrieden war Langläufer Tino Uhlig. Als Fünfter über 20 Kilometer übertraf der 37 Jahre alte Schwarzwälder seine Erwartungen mit einem Platz unter den ersten Zehn deutlich. Vor allem die jubelnden Zuschauermassen auf den Tribünen im Biathlon- und Langlauf-Komplex "Laura" begeisterten Uhlig, den armbehinderten Langläufer aus Baiersbronn. "Es ist wirklich ein Traum, hier zu laufen. Wenn man hier ins Stadion rein läuft, hört man die Menschenmenge schreien. Das macht richtig, richtig Spaß", stellte er fest.

Einen Tag nach ihrem Asthmaanfall war weiterhin unklar, ob Andrea Eskau an diesem Dienstag im Biathlon über zehn Kilometer starten kann. Eine Entscheidung wird nach Auskunft von Karl Quade, Chef de Mission der deutschen Mannschaft, erst kurzfristig fallen.

Das Internationale Paralympische Komitee vermeldete unterdessen mit 292 000 verkauften Eintrittskarten einen Rekordwert. Die bisherige Bestmarke von den Spielen 2010 in Vancouver wurde damit schon nach drei Wettkampftagen um 62 000 Tickets übertroffen.