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SC Cottbus zum Liga-Start mit alten Problemen

Christopher Jursch ist beim Liga-Auftakt in Heidelberg dabei, viele andere fehlen jedoch.
Christopher Jursch ist beim Liga-Auftakt in Heidelberg dabei, viele andere fehlen jedoch. FOTO: mih1
Cottbus. Neue Saison, alte Probleme: Die Bundesliga-Riege des SC Cottbus wird sich wohl auch beim diesjährigen Kräftemessen in der Deutschen Turnliga (DTL) nicht von personellen Engpässen freimachen können. Schon gleich zum Auftakt an diesem Samstag (17 Uhr) bei der KTG Heidelberg kann der Rekordmeister nicht auf den kompletten Kader zurückgreifen. M. Hecht

Im wichtigen Duell beim Aufsteiger fehlt Lukas Gallay wegen einer Fußverletzung; mit Erik Mihan, Pele Goldacker, Lukas Kochan und Leonard Prügel stehen zudem wegen eines Länderkampfes mehrere Youngsters, die in dieser Saison verstärkt eingebunden werden sollen, nicht zur Verfügung.

"An Reck und Ringen sieht es damit ziemlich eng aus", erklärt Robert Juckel. Die Personalmisere hat den neuen Mannschaftsleiter des SCC, der seine Karriere als Aktiver nach der letzten Saison beendet hatte, beinahe dazu bewegt, doch noch mal an die Geräte zu gehen. "Aber irgendwann muss man auch mal einen Haken setzen", sagt der 33-Jährige.

Immerhin können Juckel und die beiden SCC-Trainer Karsten Oelsch und Roman Zozulja auf die beiden Ukrainer Igor Radivilov und Oleksandr Suprun, die am Donnerstag in der Lausitz angekommen sind, zurückgreifen. Sie sind ebenso fit wie Christopher Jursch, der in Heidelberg an allen Geräten turnen wird. Der 22-Jährige sei mit "viel positiver Energie" von der EM wiedergekommen. Nach seiner langwierigen Schulterverletzung hatte er sich dort erstmals wieder in einem internationalen Wettkampf zeigen können. "Das gibt Auftrieb", so Juckel, der überzeugt davon ist, dass die dezimierte Cottbuser Riege Auftsteiger Heidelberg um Neuzugang Matthias Fahrig "knacken" kann. "Unsere Jungs sind frohen Mutes." Zu jenen Bundesliga-Jungs gehört übrigens erstmals auch Devin Woitalla. Der jüngere Bruder des ehemaligen Turners Steve Woitalla soll an drei oder vier Geräten zum Einsatz kommen.