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| 01:04 Uhr

Sander sucht Sturm-Formation unter südlicher Sonne

Nach dem Weggang der Offensivkräfte Michael Thurk und Laurentiu-Aurelian Reghecampf wird es beim FC Energie Cottbus im Trainingslager in Dubai vor allem auch darum gehen, die optimale Sturm-Besetzung für die Rückrunde zu finden. Derzeit steht Trainer Petrik Sander, rechnet man den wahrscheinlichen Neuzugang Michael Fuß von Tennis Borussia schon hinzu, ein Angreifer-Sextett zur Verfügung. Von Wolfgang von der Burg

„Gut für mich, dass es nicht schon um Punkte ging, aber schlecht für meinen Kollegen Petrik Sander, dem sicher lieber wäre, wenn es schon ein Pflichtspiel gewesen wäre“ , schmunzelte Hertha-Trainer Falko Götz nach der 1:3-Niederlage seiner Mannschaft am Freitagabend gegen den FC Energie.
Cottbus-Trainer Petrik Sander sah in dem Achtungserfolg eine „schöne Momentaufnahme, die den Spielern bestimmt das Selbstvertrauen stärkt“ , mehr aber auch nicht.
Allerdings verhehlte er auch nicht, dass es ihn schon positiv überraschte, wie seine Spieler, trotz der Unstimmigkeiten im Verein, die Sache meisterten: „Sie haben ihr Ding schon sehr gut gelöst. Das bestärkt mich eigentlich in meiner Annahme, dass wir, trotz der Abgänge von Reghecampf und Thurk, diese Situation mit den vorhandenen Spielern lösen, die jetzt zum Kader gehören.“
Die Situation zu lösen heißt vor allen Dingen auch, dass die Offensivabteilung, der Angriff, neu formiert werden muss. Dafür stehen dem Cottbuser Trainer nun mit Steffen Baumgart, Adrian Iordache, Lars Jungnickel, Sebastian Schuppan, Daniel Frahn und Michael Fuß nominell sechs Angreifer zur Verfügung.
Petrik Sander charakterisiert seine Angreifer.
Steffen Baumgart: „Er ist für mich als Routinier sehr wichtig, kämpft vorbildlich und gibt nie auf und ist auch ein wenig Bindeglied zwischen mir und der Mannschaft. Er ist noch nicht ganz gesund wegen seiner Knöchelverletzung, doch das bekommen wir in Dubai schon wieder hin.“
Adrian Iordache: „Er hat gerade hier in Riesa viele Torchancen vergeben, doch wir dürfen nicht vergessen, dass Adrian ein sehr junger Spieler ist. Und wenn ich mich an meine eigene Zeit in dem Alter erinnere, dann ist Vieles ein Lernprozess. Er hat super Voraussetzungen, er ist schnell, hat keine Angst, scheut keinen Zweikampf. Er kann eine ganze Menge. Er muss vor dem Tor noch ein wenig abgebrühter werden.“
Lars Jungnickel: „Lars ist einfach noch zu ungestüm. Er will zu viel auf einmal und zu schnell. Er möchte am liebsten mit dem Kopf durch die Wand. Er weiß, dass auch er noch abgeklärter werden und dass er absolut körperlich fit sein muss, um seine beste Leistung abzurufen.“
Sebastian Schuppan „Er braucht sicher noch Zeit, hat aber viele gute Ansätze. Allerdings hat mich schon überrascht, wie Sebastian Schuppan, den ich ja gegen Hertha nach seiner Einwechslung links in der Viererkette einsetzte, gespielt hat seine Aufgabe dort löste. Das hätte ich dem Jungen nicht zugetraut und zeigt seine Vielseitigkeit. Ich hoffe, dass er schnell ein Mann wird und sich sich durchsetzen und durchbeißenkann.“
Daniel Frahn: Für ihn gilt Vieles, was ich zu Sebastian gesagt habe. Er hat sehr gute Anlagen.
Michael Fuß: „Jeder hat gegen Her tha gesehen, dass er Fußball spielen kann. Und ich glaube dass er uns helfen wird. Der Transfer kostet etwas Geld und in unserer Lage ist das schwierig, doch aus den beiden letzten Transfers ist sicher etwas übrig, um den Wechsel zu realisieren. Die Summe, die mir bekannt ist, müsste durchaus machbar sein.“
Nun müssen die Testpartien in Dubai zeigen, wer am 23. Januar gegen den 1. FC Köln das Cottbuser Angriffsduo- oder Trio bildet. Erster Gegner ist heute der FC Bayern München (Anstoß: 14 Uhr MEZ/live auf der Bayern-Homepage: www.fcbayern.de.)