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| 02:39 Uhr

Saison-Aus für den Weltmeister

Severin Freund:"Extrem ärgerlich."
Severin Freund:"Extrem ärgerlich." FOTO: dpa
Oberstdorf/Planegg. Die deutschen Skispringer müssen ohne Titelverteidiger Severin Freund zur WM nach Lahti reisen. Der Weltmeister von 2015 und Team-Olympiasieger hat sich das Kreuzband gerissen. Trotzdem plant Freund ein Comeback für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang. Frank Kastner und Eric Dobias / dpa/noc

Sportliches Drama für Severin Freund, schwerer Rückschlag für die deutschen Skispringer: Nur vier Wochen vor der Weltmeisterschaft in Lahti hat sich der Titelverteidiger bei einem Trainingssprung das Kreuzband gerissen und den Außenmeniskus im rechten Knie beschädigt. Damit ist die Saison für den 28-Jährigen aus Rastbüchl vorzeitig beendet. "Es ist extrem ärgerlich. Mein Ziel war es, meinen Titel zu verteidigen, was nun leider nicht mehr möglich ist", sagte Freund nach seinem Missgeschick.

Der Bayer wurde bereits am Dienstag in München operiert, teilte der Deutsche Skiverband mit. "Die Operation verlief sehr positiv", sagte Chirurg Peter Brucker und betonte: "Severin Freund wird voraussichtlich noch einige Tage im Krankenhaus bleiben, ehe er mit ersten Rehabilitationsmaßnahmen beginnen kann."

Bundestrainer Werner Schuster, der die Nachricht am Montag erhalten hatte, äußerte sein Mitgefühl. "Für ihn tut es mir am meisten leid. Es ist sehr schade für Severin, der gerade alles versucht hat, sich zurückzukämpfen", sagte er.

Freund, der nach Angaben der Mediziner erst in etwa sechs Monaten wieder mit dem Sprungtraining wird beginnen können, zog sich die schwere Verletzung im Training in Oberstdorf zu. "Ich spürte bei der Landung einen Stich im rechten Knie und stürzte daraufhin", schilderte er die missliche Situation. Somit verpasst Freund die WM in Lahti. "Ich bin natürlich nicht erfreut, auf ihn verzichten zu müssen", sagte Schuster. Freund selbst gab sich kämpferisch: "Ich habe in meiner Karriere schon einige Rückschläge weggesteckt und weiß damit umzugehen. Ich werde in den nächsten Monaten konzentriert in der Rehabilitation arbeiten und mich dann auf die Olympia-Saison vorbereiten", sagte er zu seinen Ambitionen für die Winterspiele 2018 im süd koreanischen Pyeongchang.

Gesundheitliche Probleme ziehen sich bei ihm schon durch die ganze Saison. Der beste deutsche Skispringer der vergangenen Jahre war im Frühjahr 2016 an der Hüfte operiert worden und hatte danach fünf Monate pausieren müssen.