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Sachsenderby mit Topkulisse – aber ohne Torjäger

Justin Eilers hat "gegen den Teamgeist verstoßen".
Justin Eilers hat "gegen den Teamgeist verstoßen". FOTO: dpa
Rostock. Dynamo Dresden will auch ohne den suspendierten Eilers am Samstag in Chemnitz endlich in die Erfolgsspur. Auf der Bank von Rot-Weiß Erfurt gibt Kogler-Nachfolger Preußer in Mainz seinen Einstand. dpa/jal

Auch Tore schützen nicht vor Strafe. Dynamo Dresden bester Schütze Justin Eilers muss das Sachsenderby beim Chemnitzer FC am Samstg (14 Uhr/mdr live) am Fernseher verfolgen, weil er über die Stränge geschlagen hat. "Grenzüberschreitungen, die insbesondere gegen den Teamgeist verstoßen", nannte Dynamo-Geschäftsführer Ralf Minge als Begründung für die Suspendierung von Eilers und Dennis Erdmann. "Das Zuspätkommen zum Training war nicht der einzige Grund. Alles andere bleibt intern", ergänzte Trainer Peter Németh.

Ohne den torgefährlichen Offensivmann, der in diesem Spieljahr bereits 15-mal ins gegnerische Netz getroffen hat, wird es für die Dynamos noch schwerer, ihre katastrophale Jahresbilanz von nur einem Sieg aus sieben Spielen aufzubessern. "Ich erwarte ein schweres Sachsenderby gegen spielstarke und bewegliche Chemnitzer", sagte Németh vor dem Gastspiel in dem mit 10 000 Zuschauern ausverkauften Stadion an der Gellertstraße.

Die prächtige Kulisse wird die Gastgeber im ersten Spiel nach der Vertragsverlängerung von Trainer Karsten Heine zusätzlich beflügeln. "Ich freue mich riesig auf ein richtig stimmungsvolles Heimspiel", kündigte CFC-Torhüter Philipp Pentke, einst selbst in Dynamo-Diensten, an.

Auch Hansa Rostocks Trainer Karsten Baumann trifft am Sonntag (14 Uhr) alte Bekannte im Gastspiel beim MSV Duisburg wieder, wo er in der Saison 2013/2014 auf der Trainerbank saß. Die Mecklenburger wollen auch ohne ihren verletzten Torjäger Marcel Ziemer bei den "Zebras" wieder offensiv mit zwei Stürmern beginnen. "Wir sind bisher sehr gut damit gefahren", erklärte Trainer Baumann. Sein Team ist nach Holstein Kiel 2015 das zweitbeste der Liga.

Bei den mit Aufstiegshoffnungen ins neue Jahr gegangenen Rot-Weißen aus Erfurt ist es bislang hingegen bei Weitem nicht so gut gelaufen. Deshalb musste Trainer Walter Kogler nach vier Pleiten in Serie seinen Stuhl für seinen Assistenten Christian Preußer räumen. "Ich freue mich sehr auf die Aufgabe. Die Jungs sind super mitgegangen und machen einen sehr motivierten Eindruck", sagte der 31-Jährige vor seinem Einstand am Samstag (14 Uhr) beim Abstiegskandidaten FSV Mainz 05 II.

Der Hallesche FC ist bereits acht Spieltage vor dem Saisonende aller Abstiegssorgen ledig. Nur vier Siege vor heimischer Kulisse nach 15 Anläufen lassen die Euphorie unter den Anhängern nicht eben ins Unermessliche steigen. Die magere Bilanz soll am Samstag (14 Uhr) ausgerechnet gegen Aufstiegskandidat Preußen Münster aufgebessert werden.