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| 02:41 Uhr

Russlands Sportminister wirft Wada übereiltes Urteil vor

Moskau. Russlands Sportminister Witali Mutko hat der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada ein übereiltes Urteil über angebliches Staatsdoping in Russland vorgeworfen. "Es verwundert, dass die Wada solche Schlussfolgerungen über ein Land nach nur 57 Tagen Untersuchung zieht", sagte Mutko mit Blick auf den jüngsten Bericht. dpa/jam

Es sei zudem zu fragen, ob die Wada nicht ihre Kompetenzen überschreite. "Die Wada gibt Einschätzungen ab, fordert Ernennungen und Entlassungen. Das geht schon über den Sport hinaus. Jeder sollte in seiner Nische bleiben", so Mutko.

Der Minister widersprach erneut Vorwürfen von staatlich gelenktem Doping in Russland. Der Ressortchef schob die Schuld auf den in die USA geflüchteten früheren Antidoping-Laborchef Grigori Rodschenkow. "Er mischte und vertauschte irgendwelche Cocktails und schob später alles dem Staat in die Schuhe", sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Der Wada-Bericht basiert zu großem Teil auf den Aussagen von Rodschenkow.