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Russland will Ausländer-Limit im Profi-Fußball aufweichen

Moskau. Mit einer Reform der umstrittenen Begrenzung für Ausländer im Ligabetrieb will Russland die Qualität des nationalen Fußballs aufbessern. Im Gespräch ist, von der Saison 2018/19 an das Limit für sogenannte Legionäre aufzuweichen. dpa/jam

"Das ist ein ernsthafter struktureller Schritt, der nach der Weltmeisterschaft (2018) in Kraft treten soll", sagte Fußballverbandschef Witali Mutko der Agentur Tass.

Derzeit schreibt der Verband den Vereinen vor, dass maximal sechs Ausländer pro Team auf dem Platz stehen dürfen. Experten sehen darin einen Nachteil für die Entwicklung russischer Spieler, weil diese sich nur einem begrenzten Konkurrenzkampf mit ausländischen Fußballern stellen müssen.

Dies und ein vergleichsweise hohes Gehalt trügen dazu bei, dass es russische Jungprofis kaum ins Ausland ziehe, um Erfahrungen zu sammeln, sagte der Ex-Nationalspieler Waleri Karpin. "Um Fortschritte zu machen, braucht es mehr Konkurrenz. Das gibt es im russischen Fußball seit Jahren nicht mehr", beklagte der 48-Jährige, der als Profi für viele spanische Clubs gespielt hatte.