ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:35 Uhr

Rückendeckung für Slomka – aber wie lange?

Mirko Slomka: Er steht vor dem Spiel des Jahres in Porto.
Mirko Slomka: Er steht vor dem Spiel des Jahres in Porto. FOTO: dpa
Gelsenkirchen.. Ausgerechnet vor dem Spiel des Jahres muss das Führungsduo Mirko Slomka/Andreas Müller beim FC Schalke 04 die größte sportliche Krise der gemeinsamen Amtszeit bewältigen. dpa

Der Manager hatte nach der dritten Bundesliga-Niederlage in Serie viel Mühe und wenig Argumente, sich weiter schützend vor den angezählten Coach zu stellen. Er tat es dennoch: "Wir diskutieren nicht über den Trainer, sondern wir reden wie immer mit allen Beteiligten", wiegelte Müller nach dem 0:1 gegen Bayern München ab.
Der Manager weiß: Was der Club und die verunsicherte Mannschaft vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League beim FC Porto am wenigsten gebrauchen kann, ist eine eskalierende Trainer- Diskussion. Nicht zuletzt deshalb sprach der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies deutliche Worte: "Wir stärken Slomka den Rücken. Auch bei einem Aus in der Champions League am Mittwoch wird er weiter unser Trainer bleiben", sagte er der "Welt" (Montag-Ausgabe). Aber eine Garantie für Slomka bis zum Saisonende wollte Tönnies nicht geben: "Wenn uns der Himmel auf den Kopf fällt, müssen wir natürlich umdenken."
Die Vereinsbosse sind un einig. Kein Geheimnis ist: Präsident Josef Schnusenberg, der Slomka mit seinen Aussagen in der Vorwoche schwächte, ist offenbar kein großer Freund des Trainers. Gleichwohl haben sich die beiden in einem Vier-Augen-Gespräch gestern ausgesprochen und ihre Meinungsverschiedenheiten aufgearbeitet. "Zwischen Mirko und mir gab es eine sehr offene, sehr deutliche und sehr ehrliche Unterredung. Diese war nötig, um die Atmosphäre zu bereinigen", betonte der Clubchef anschließend. Zudem betonte Schnusenberg: "Es gab und gibt kein kein Ultimatum für den Trainer."
Die zum Teil widersprüchlichen Aussagen aus der Chefetage sorgen auch bei Rudi Assauer für Befremden. "Es ist nicht schlüssig, was derzeit passiert", kritisierte der ehemals starke Mann "auf Schalke" in der DSF-Sendung "Doppelpass". (dpa/noc)