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| 12:47 Uhr

Radsport
Ex-Weltmeisterin Gaumnitz hängt ihr Rad an den Nagel

Emotionaler Höhepunkt bei der RSC-Feier. Stephanie Gaumnitz sagt auf Wiedersehen.
Emotionaler Höhepunkt bei der RSC-Feier. Stephanie Gaumnitz sagt auf Wiedersehen. FOTO: Georg Zielonkowski / LR
Cottbus. Der RSC Cottbus verabschiedet mit Stephanie Gaumnitz und Erik Balzer zwei Aktive. Die Gedanken sind dazu bei verstorbenen Lothar Thoms.

Den größten Beifall gab es zum Schluss, als Ex-Weltmeisterin Stephanie Gaumnitz ihr Rennrad an den sprichwörtlichen Nagel hing. Der RSC Cottbus war zusammengekommen, um die Erfolge des Wettkampfjahres Revue passieren zu lassen. Doch gab es nicht nur Raum für Jubel und Beifall, denn auch die Erinnerung an die drei in 2017 verstorbenen Mitglieder des Vereins gehörte zur Ansprache von Präsident Bernd Kühner.

In seinem Grußwort erinnerte sich zudem der Vorsitzende des Cottbuser Stadtsportbundes Olaf Wernicke, daran, dass sich die großen Erfolge der Cottbuser Radsportler, unter anderem auch die des kürzlich verstorbenen Lothar Thoms, einst bis in seine Heimat im Erzgebirge herumgesprochen hatten.

Die einzige EM-Goldmedaille, die im Jahr auf das Konto des RSC kam, nahm Wernicke zum Anlass, an die jungen Radsportler zu appellieren, auch nach Rückschlägen immer wieder nach vorn zu schauen: „Max Levy hat es euch gezeigt, dass Rückschläge nie das Ende sein müssen. Er hat nach seinem Verletzungspech sogar wieder die EM-Goldmedaille im Keirin gewonnen.“

Für den emotionalen Höhepunkt des Abend sorgten die Verabschiedungen von zwei erfolgreichen Vereinsmitgliedern. Nach 15 Jahren RSC sagte der Teamsprint-Europameister Erik Balzer dem Radsport Ade. Vor wenigen Tagen hat der 26-jährige bei der Cottbuser Feuerwehr nach seiner Ausbildung seinen Dienst als Brandmeister angetreten. „Es ist jetzt ein ganz anderes Metier, aber ich denke, dass meine sportliche Laufbahn meine Ausbildung in Sachen Konsequenz und Ehrgeiz beeinflusst hat und dies mir auch jetzt im Beruf hilft“, so der Bahnsportler, der seinen letzten großen Auftritt im Februar beim Weltcup in Cali/Kolumbien hatte.

Neben Stephanie Gaumnitz verabschiedete RSC-Präsident Bernd Kühner (r.) auch den Teamsprint-Europameister Erik Balzer.
Neben Stephanie Gaumnitz verabschiedete RSC-Präsident Bernd Kühner (r.) auch den Teamsprint-Europameister Erik Balzer. FOTO: Georg Zielonkowski / LR

Stephanie Gaumnitz, die vor ihrer Hochzeit mit dem RSC-Trainer Michael Gaumnitz Stephanie Pohl hieß, verabschiedete sich ebenfalls von ihrer erfolgreichen Laufbahn. Die hatte sie 2015 mit dem WM-Titel im Punktefahren gekrönt. Fünf Goldmedaillen bei Deutschen Meisterschaften gehören ebenfalls in die umfangreiche Erfolgsbilanz der auf einem Kunersdorfer Bauernhof lebenden 30-jährigen Radsportlerin.

Ihr Ehemann Michael glaubt den Schlüssel ihrer großen Erfolge zu kennen: „Stephi wurde nach der Geburt von Töchterchen  Nele 2009 noch ehrgeiziger und zielstrebiger. Wahrscheinlich hat ihr auch die Verantwortung für ihre kleine Familie Flügel verliehen.“