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| 18:21 Uhr

Breitensport
Rote Grütze und Apfelmus zum Jubiläum

Gelaufen, geradelt und geskatet wurde auf dem Test-Oval der Dekra in Klettwitz. Wegen der DTM auf dem Lausitzring mussten die 23 Wettbewerbe zum Jubiläum um einen Tag verschoben werden.
Gelaufen, geradelt und geskatet wurde auf dem Test-Oval der Dekra in Klettwitz. Wegen der DTM auf dem Lausitzring mussten die 23 Wettbewerbe zum Jubiläum um einen Tag verschoben werden. FOTO: unbekannt / Peter Aswendt
Klettwitz. Der 10. Lausitz-Marathon in Klettwitz erlebt eine Rekordbeteiligung. Auch prominente Sportler sind dabei. Von Peter Aswendt

„Wir wollen unseren Sportlern eine kleine Leckerei nach der Anstrengung zu unserem Jubiläum kredenzen“, lacht Organisationschef Hans-Joachim Weidner (60), als er auf die Dessertgläser mit roter Grütze und Apfelmus angesprochen wird. Seit 1976 organisiert er Sportwettkämpfe und ist aus der Lausitzer Sportwelt nicht mehr wegzudenken. Das brachte ihm auch eine Einladung zum Neujahrsempfang im Januar dieses Jahres ins Schloss Bellevue ein, wo Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier engagierte Bürger ehrte.

Für Weidners Jubiläumsmarathon auf dem Dekra-Oval in Klettwitz standen die Zeichen vorerst nicht günstig: „Durch die gleichzeitig stattfindende Motorsportveranstaltung DTM konnten wir nicht sonntags starten, sondern mussten alles auf Pfingstmontag verlegen“, erzählt er stirnrunzelnd. Dass bis zum Abend trotzdem die 1000er-Marke bei den Teilnehmern geknackt wurde, ist bemerkenswert.

Auch wettertechnisch zeigte sich der Mai frühsommerlich, einzig der Wind machte gerade den Radfahrern zu schaffen. „Wir haben windspitzen bis zu 37 Kilometer pro Stunde, das ist schon ziemlich heftig, gerade für die Einzelzeitfahrer“, weiß der erfahrene Veranstaltungsmanager. Gestartet wurde von 9 bis 18 Uhr in elf Disziplinen. Neben dem 5,7 Kilometer langen Dekra-Oval wurden auch Geländeläufe und Mountainbike-Wettbewerbe unter Einbindung des Offroadbereiches des Dekra-Geländes angeboten. „Ohne diese hervorragende Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Dekra Test Centers könnten wir diese Veranstaltung in der Breite gar nicht durchführen“, stellt Hans-Joachim Weidner klar.

Auch die Teilnehmer des 10. Marathons in der Lausitz sind begeistert: „Wir sind zum ersten Mal hier und nutzen die 17 Kilometer Radstrecke als Saisonvorbereitung“, zeigen sich die neun Triathleten des SV Berlin Chemie Triathlon begeistert. „Wir nutzen das gleich für unsere interne Einzelzeitfahrmeisterschaft“, lacht Vereinschef Heiko Rühmer. Leider hat er sie nicht gewonnen, sondern sein Klubkamerad Heiko Schönherr. Der Gesamtsieger des 17-Kilometer-Einzelzeitfahrens kam übrigens auch aus Berlin: „Ich bin schon das sechste Mal hier, jetzt habe ich auch mal gewonnen“, freut sich Sascha Schneider, der die 17 Kilometer in 21:11 Min. absolvierte.

Neben den Laufwettbewerben und den Radwettbewerben erfreut sich das Inlineskaten großer Beliebtheit. Die Marathon- und Halbmarathondistanz sowie eine 11-Kilometer-Strecke sind für die Teilnehmer im Programm. Bei der Marathondistanz gab es viel Skateprominenz zu bestaunen. Neben dem mehrfachen Weltmeister aus Venezuela, Alexander Bastidas, war auch Eisschnelllaufikone Claudia Pechstein am Start. Im Rennen setzten sich dann gemeinsam vom Start weg Sören Lindner vom SCC Berlin und Alexander Bastidas ab. Die beiden machten auch den Sieg unter sich aus, wobei der Venezueler, der seit zwei Jahren in Berlin lebt, mit einer Zeit von 1:04 Std. die Nase vorn hatte. Claudia Pechstein kam wie im vergangenen Jahr auf dem fünften Platz ins Ziel. „Für mich ist das ein herrlicher Ausgleich nach dem anstrengenden Olympiajahr. Die Bedingungen sind hier hervorragend und die Organisation top“, betont die Ausnahmeathletin. Wenn es im nächsten Jahr terminlich passt, will sie erneut dabei sein.

Sören Lindner (r.) und Weltmeister Alexander Bastidas gingen als Favoriten in den Skate-Marathon.
Sören Lindner (r.) und Weltmeister Alexander Bastidas gingen als Favoriten in den Skate-Marathon. FOTO: unbekannt / Peter Aswendt
Die Mannschaft vom SV Berlin Chemie Triathlon hat das 17 Kilometer lange Einzelzeitfahren am Pfingstmontag genutzt, um sich mit einem kleinen vereinsinternen Wettbewerb auf die Saison vorzubereiten.
Die Mannschaft vom SV Berlin Chemie Triathlon hat das 17 Kilometer lange Einzelzeitfahren am Pfingstmontag genutzt, um sich mit einem kleinen vereinsinternen Wettbewerb auf die Saison vorzubereiten. FOTO: unbekannt / Peter Aswendt