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Ronaldo oder Messi – Rekordgewinner gesucht

Cristiano Ronaldo gewann erneut mit Real die Champions League.
Cristiano Ronaldo gewann erneut mit Real die Champions League. FOTO: dpa
Monte Carlo. In Monte Carlo wird an diesem Donnerstag Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Die beiden Erzrivalen haben bisher jeweils zweimal triumphiert. dpa/jam

Der teuerste Fußballer der Welt heißt seit einigen Tagen Neymar. Doch wenn die Besten der Branche gewählt werden, lautet das Dauer-Duell seit rund einem Jahrzehnt: Cristiano Ronaldo (32) gegen Lionel Messi (30). So auch an diesem Donnerstag, wenn in Monaco Europas Fußballer des Jahres gekürt werden. Diesmal ergänzt um Italiens wohl chancenlose Torhüter-Ikone Gianluigi Buffon (39) unter den Top Drei, liefern sich der Portugiese von Real Madrid und der Argentinier vom FC Barcelona wieder mal ein Privat-Duell.

Eine besondere Note erhält das Duell durch die Tatsache, dass beide die Auszeichnung seit der Reform 2011 je zweimal bekommen haben - der Gewinner vom Donnerstag darf sich künftig alleiniger Rekordsieger nennen. Messi holte sich in der abgelaufenen Saison zwar den Goldenen Schuh als bester Torjäger Europas, als Favorit gilt nach der erfolgreichen Titelverteidigung mit Real in der Champions League jedoch Ronaldo. Der in der Liga wegen eines Schubsers gegen den Schiedsrichter zurzeit gesperrte Europameister holte mit Real zudem den Meistertitel.

Der für 222 Millionen von Barcelona zu Paris Saint-Germain gewechselte Neymar belegte dagegen keinen der ersten zehn Plätze.

Eine Wahl des italienischen Keepers Buffon wäre ähnlich wie die umstrittene Auszeichnung des zurückgetretenen Philipp Lahm als Deutschlands Fußballer des Jahres als verkappte Ehrung für das Lebenswerk zu verstehen.

Bei den Frauen gehört die deutsche Nationalmannschafts-Kapitänin Dzenifer Maroszan (25) zu den Top Drei. Nach dem Viertelfinal-Aus bei der EM droht ihr aber zum dritten Mal in Folge Rang drei.

Die deutschen Männer spielten bei der Wahl durch die 80 Trainer der Gruppen-Teilnehmer in der Champions und Europa League 2016/17 sowie 55 Journalisten keine große Rolle. Ronaldos Real-Teamkollege Toni Kroos wurde als einziger DFB-Kicker in den Top 10 Fünfter.