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| 13:51 Uhr

Bilanz der Thüringen-Rundfahrt der Frauen
Kasper hat gut lachen – Worrack erneut gestürzt

 Romy Kasper aus Forst läutet mit der Thüringen-Rundfahrt die zweite Saisonhälfte ein.
Romy Kasper aus Forst läutet mit der Thüringen-Rundfahrt die zweite Saisonhälfte ein. FOTO: Privat
Cottbus. Die prestigeträchtige Thüringen-Rundfahrt ist für die Radsportlerinnen aus der Lausitz mit Schmerzen verbunden. Ein Happy End gibt es nur für eine von beiden. Von Frank Noack

Wenn am Pfingst-Wochenende ihre Heimatstadt Forst wieder ganz im Zeichen des Radsports steht, dann hat Romy Kasper nur am Samstag beim Derny-Cup Zeit für eine Stippvisite. Am Sonntag, wenn der Große Pfingstpreis der ­Steher ausgetragen wird, dann ist die 31-jährige Profiradsportlerin bereits wieder unterwegs zu ihrem nächsten Rennen. Ab Montag ist sie bei der England-Rundfahrt am Start.

Zuvor kann Romy Kasper in dieser Woche aber zumindest ein paar ­ruhige Tage genießen und sich von der Thüringen-Rundfahrt erholen, die am Sonntag mit dem Über­raschungssieg von  ­Kathrin Hammes aus Köln zu Ende ging.

Am Schlusstag fuhr die Forsterin im Trikot der deutschen Nationalmannschaft auf Rang fünf und war damit beste Deutsche im Peloton. „Fürs Podium hat es im Zieleinlauf nicht mehr ganz gereicht, aber mit Platz fünf bin ich super zufrieden“, erklärt Kasper. In der Gesamtwertung belegte sie Platz 22.

Die Thüringen-Rundfahrt war für Romy Kasper der Einstieg in die zweite Saisonhälfte – und nach dreiwöchiger Rennpause entsprechend anstrengend. „Ich hatte mich auf die Rundfahrt gefreut, auch wenn ich wusste, dass es schmerzhaft wird, dort wieder in die Rennen einzu­steigen“, berichtet sie. Ein Sturz gleich auf der 1. Etappe machte den Wiedereinstieg zusätzlich kom­pliziert. Platz fünf am letzten Tag in Altenburg entschädigte dann aber doch für die Strapazen unterwegs auf den Straßen von Thüringen.

Kathrin Hammes aus der britischen Mannschaft WNT-Rotor setzte sich bei der prestigeträchtigen Rundfahrt in der Gesamtwertung nach sechs Etappen und insgesamt 524,8 Kilometern mit elf Sekunden Vorsprung auf die Dänin Pernille Mathiesen (Sunweb) durch. Für die Überraschungssiegerin Hammes (30) war es der erste Rundfahrt­-Erfolg ihrer Profikarriere.

Für Trixi Worrak – die genau wie Romy Kasper im Trikot der deutschen Nationalmannschaft unterwegs war – endete die Rundfahrt dagegen vorzeitig. Sie stürzte am Freitag in einer Abfahrt und trat dann am Samstag nicht mehr an.

Bei dem Sturz verletzte sich Trixi Worrack am Knie und zog sich außerdem einen Bruch des kleinen Fingers zu. Die fünffache Weltmeisterin im Mannschaftszeitfahren bleibt damit vom Pech verfolgt. Im Februar hatte sich Worrack in ihrem ersten Rennen für ihr neues Team Trek-Segafredo bei einem schweren Sturz das Schlüsselbein ge­brochen. Vor drei Jahren musste ihr bei einer Notoperation eine Niere entfernt werden.

Aber Trixi Worrack ist immer wieder zurückgekommen. Auch diesmal will sie nur eine kurze  Zwangspause einlegen. „Das Knie ist noch dick. Ich muss mir jetzt etwas Ruhe gönnen. Wenn das Knie sich erholt hat, kann ich wieder trai­nieren“, kündigt die Dissenerin an.

 Weltmeisterin Trixi Worrack aus ­Dissen bleibt in dieser Saison vom Sturz-Pech verfolgt.
Weltmeisterin Trixi Worrack aus ­Dissen bleibt in dieser Saison vom Sturz-Pech verfolgt. FOTO: Augenklick / Roth/Augenklick