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Bahnrad-EM
Forsterin Romy Kasper bei EM schwer gestürzt

Romy Kasper wird nach ihrem Sturz beim Scratch-Finale behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht.
Romy Kasper wird nach ihrem Sturz beim Scratch-Finale behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. FOTO: Frank Hammerschmidt / Hammerschmidt Frank
Berlin. Schrecksekunde für Romy Kasper: Die Forsterin ist bei der Bahnrad-EM in Berlin schwer gestürzt. Ob sie am Sonntag im Madison starten kann, ist offen. Von Frank Noack

Das Malheur passierte auf der letzten Runde des Scratch-Rennens und sorgte für einen lauten Knall im Berliner Velodrom: Romy Kasper vom PSV Forst ist am Samstagabend bei der Bahnrad-Europameisterschaft schwer gestürzt und zog sich dabei Verletzungen an der linken Körperseite zu. Nach der ersten Diagnose von Mannschaftsarzt Dr. Matthias Baumann vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat sich die 29-Jährige bei dem Sturz Prellungen und Schürfwunden zugezogen. „Sie wird jetzt weiter untersucht“, erklärte der Mediziner.

Romy Kasper wurde nach den ersten Untersuchungen direkt an der Bahn anschließend zum Röntgen ins Krankenhaus gebracht. Beim Transport wurde ihr zur Sicherheit eine Halsmanschette angelegt.

Von den Zuschauern im Velodrom gab es aufmunternden Applaus für die Forsterin. Ob sie wie geplant am Sonntag gemeinsam mit Lisa Küllmer vom RSC Cottbus im Zweiermannschaftsrennen an den Start gehen kann, ist derzeit völlig offen. Den Sieg holte sich Trine Schmidt aus Dänemark.

Der Sturz von Romy Kasper passierte in der letzten Runde.
Der Sturz von Romy Kasper passierte in der letzten Runde. FOTO: Frank Noack / LR

Eigentlich war Küllmer im Scratch vorgesehen. Sie wurde aufgrund einer Erkältung jedoch für den Sonntag geschont. Der Madison-Start wäre eine Premiere für das Duo Kasper/Küllmer, denn der BDR besetzt diese Disziplin zum ersten Mal bei einer EM. Kasper hatte im Vorfeld erklärt: „Realistisch ist ein Platz unter den besten Fünf. Wenn es am Ende eine Medaille wird, dann sagen wir natürlich nicht Nein.“