| 16:31 Uhr

Radsport
Blitz-Comeback: Kasper als Siegerin der Schmerzen

Romy Kasper (r.) und Lisa Küllmer im Madison-Rennen.
Romy Kasper (r.) und Lisa Küllmer im Madison-Rennen. FOTO: Jens Büttner / dpa
Berlin. Was für eine Willensleistung! Nur einen Tag nach ihrem schweren Sturz bei der Bahnrad-EM in Berlin war Romy Kasper aus Forst schon wieder im Madison am Start.

Romy Kasper vom PSV Forst ging bei ihren drei ­Premieren-Starts bei der Bahnrad-Europameisterschaft zwar leer aus – trotzdem war sie die Siegerin der Schmerzen. Denn nur einen Tag nach ihrem schweren Sturz im Scratch-Rennen war die 29-Jährige am Sonntag schon wieder gemeinsam mit Lisa Küllmer (RSC Cottbus) im Madison am Start. „Es war schon schmerzhaft. Aber ich war es Lisa einfach schuldig, dass wir fahren“, erklärte Kasper nach ihrer ersten Bahn-EM im Elitebereich.

Dass das deutsche Duo beim Sieg von Großbritannien chancenlos war, schmälert dieses willensstarke Blitz-Comeback nicht. Wenige Stunden zuvor war die Forsterin in der letzten Runde des Scratch-Rennens schmerzhaft auf die Bahn geknallt.

An der linken Seite lädiert und ziemlich benommen, wurde Kasper direkt in der Halle medizinisch versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Die Nacht konnte sie im Teamhotel verbringen, am Sonntagmorgen trainierte sie dann schon wieder auf der Rolle.

Im Ausscheidungsrennen am Donnerstagabend hatte Kasper Platz sieben belegt.

Am Samstag wurde Romy Kasper an der Bahn behandelt. Am Sonntag fuhr sie schon wieder im Madison.
Am Samstag wurde Romy Kasper an der Bahn behandelt. Am Sonntag fuhr sie schon wieder im Madison. FOTO: Frank Hammerschmidt / Hammerschmidt Frank