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| 02:40 Uhr

Red Bull fliegt am Lausitzring vorbei

Im vergangenen September kamen insgesamt 50 000 Zuschauer zum Air Race an den Lausitzring.
Im vergangenen September kamen insgesamt 50 000 Zuschauer zum Air Race an den Lausitzring. FOTO: Red Bull Air Race
Klettwitz. Auf dem EuroSpeedway in Klettwitz wird es in diesem Jahr kein Air Race geben. Rennstrecken-Chef Meier hofft, dass die Motorsport-Fans nach der Pause bald wieder Heißhunger auf das Flugzeug-Spektakel haben. Jan Lehmann

Der kürzlich veröffentlichte Rennkalender des Red Bull Air Race hatte es schon befürchten lassen, nun ist es offiziell. Lausitzring-Geschäftsführer Josef Meier bestätigt auf RUNDSCHAU-Nachfrage: "Im Jahr 2017 wird es definitiv kein Air Race bei uns geben." Damit sind die Hoffnungen der Motorsport-Fans, dass eines der beiden im Wettkampfkalender noch nicht benannten Europa-Rennen in Klettwitz ausgetragen wird, geplatzt.

Im zurückliegenden September hatte das Spektakel mit den tollkühnen Piloten in den Kleinflugzeugen insgesamt 50 000 Zuschauer an die Strecke nach Klettwitz gelockt. Weil der Lausitzring die einzige Air-Race-Station ist, bei dem sich die Flugzeughangars direkt vor der Haupttribüne befinden, erhielten die Rennstreckenbetreiber auch viel Lob vom Veranstalter. Die Piloten zeigten sich ebenfalls begeistert, weil sie direkt auf dem Lausitzring starten und landen konnten. Bei vielen anderen Rennen müssen sie das auf einem öffentlichen Flugplatz fernab des Geschehens tun und kommen so nicht in den Genuss der Atmosphäre direkt an der Rennstrecke.

Und trotz der guten Erfahrungen verzichtet man am Ring in diesem Jahr auf das Rennen. Josef Meier betont: "Ich bin der Meinung, dass es ein Spektakel ist, das man nicht jedes Jahr machen sollte." Er hofft, dass der Heißhunger der Motorsport-Fans durch die selbst auferlegte Pause wächst. Dass die durchaus hohen Kosten und der bürokratische Aufwand beispielsweise für die Fluggenehmigungen weitere Gründe für den Verzicht sind, kann man dabei erahnen.

Wie lange der Lausitzring nun auf das nächste Red Bull Air Race wartet, ist ungewiss. Josef Meier betont, dass es einen guten Kontakt zum Veranstalter gebe und für 2018 neu gesprochen werde. Für den deutschen Vorjahres-Weltmeister Matthias Dolderer ist der Verzicht auf das Heimrennen sicher ein kleiner Wermutstropfen. Der 46-Jährige hatte sich im September begeistert von der Stimmung gezeigt: "Es war ein großartiges Heimspiel. Die Fans haben uns einen riesigen mentalen Push gegeben. Es war ein tolles Gefühl, wieder zu Hause zu sein."

Für die Motorsport-Fans in der Region bleibt der Trost, dass es in diesem Jahr trotzdem zwei hochkarätige Veranstaltungen in Klettwitz geben wird. Das Motorsport-Festival mit dem Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) und dem ADAC GT Masters vom 19. bis zum 21. Mai sowie der deutsche Lauf der Superbike-Weltmeisterschaft (18. bis 20. August) dürften die Publikumsmagneten in dieser Saison sein.