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RB will Top-Talente noch früher holen

Leipzig. Mit den neuen Strukturen bei den Junioren-Teams schafft Leipzig bestmögliche Bedingungen für die Fußball-"Hochbegabten". Von Jens Marx / dpa/jam

RB Leipzigs Ziel ist klar: Top-Talente in jungen Jahren holen, ausbilden und für die Aufgaben in der ersten Mannschaft ausbilden. Man wolle noch mehr "ins Segment der Hochbegabten reingehen und versuchen, sie noch früher zu holen", sagte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick am Freitag bei einer Pressekonferenz zu den Veränderungen im Junioren-Bereich des Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga.

Die U23 wird nach der laufenden Regionalliga-Saison Geschichte sein. Die Teams der U19, U17, U16 und U15 sollen strukturell näher an die Profis herangeführt werden. Sprich: Neben den bisher schon jeweils beschäftigten Cheftrainern, Co-Trainern und Torwarttrainern bekommt jede Mannschaft auch noch einen eigenen Athletik-Trainer, einen eigenen Physiotherapeuten und einen eigenen Sportpsychologen. "Damit man in allen vier Mannschaften sagen kann, dass sie so aufgestellt sind wie die erste Mannschaft", erklärte Rangnick.

Er verkündete zudem, dass Gerhard Struber vom Red-Bull-Heimatverein in Salzburg nach Leipzig wechseln und dort die U19 trainieren wird. Der bisher noch für die U23 zuständige Robert Klauß kümmert sich künftig um die U17. Diese beiden Mannschaften würden noch mehr im Fokus der Ausbildung bei RB Leipzig stehen, kündigte Rangnick an.

Denn Top-Talente im Alter von 15 oder 16 Jahren sollen den Weg nach Leipzig finden. Zwei, drei Jahre Ausbildung und dann in die erste Mannschaft - die Idealvorstellung. Ein bisschen wie bei Dayot Upamecano. Der 18 Jahre alte Franzose wechselte in der Winterpause von Salzburg nach Leipzig, in die Mozartstadt hatte ihn Rangnick damals als 16-Jährigen geholt. Am Samstag beim 0:1 gegen Dortmund gab der von europäischen Top-Teams umworbene Upamecano sein Debüt für RB Leipzig und in der Bundesliga.

Als nicht mehr zukunftsträchtig erwies sich die U23-Mannschaft, sie wird nach dieser Saison in der Regionalliga abgemeldet. Spieler mit laufenden Verträgen, die (noch) nicht den Sprung in die erste Mannschaft geschafft haben und altersbedingt nicht mehr für die U19 auflaufen können, sollen verkauft oder ausgeliehen werden. Zu Clubs, die nicht meilenweit von der RB-Spielweise entfernt seien, betonte Rangnick.