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| 02:40 Uhr

RB Leipzig will ohne Nachschlag hoch in die 1. Liga

RB-Coach Ralf Rangnick hat bereits mit drei Zweitligisten den Aufstieg geschafft.
RB-Coach Ralf Rangnick hat bereits mit drei Zweitligisten den Aufstieg geschafft. FOTO: dpa
Leipzig. Ralf Rangnick schaffte bisher mit allen drei Fußball-Zweitliga-Vereinen, bei denen er als Trainer tätig war, den Aufstieg. Auch bei Tabellenführer RB Leipzig herrschen vor der zweiten Hälfte der Saison sonnige Aussichten. dpa/jam

Noch 15 Endspiele bis zum Aufstieg - ohne personellen Nachschlag rüstet sich Zweitliga-Spitzenreiter RasenBallsport Leipzig für seinen Weg in die Beletage des deutschen Fußballs. Am Freitag begrüßte Trainer Ralf Rangnick bis auf den langzeitverletzten Terrence Boyd alle 26 Spieler seines Kaders zum ersten öffentlichen Training. "Wir werden mit dieser Mannschaft in die zweite Hälfte der Saison starten und haben nicht vor, in der Winterpause jemanden zu holen", betonte der Coach.

Es ist eine komfortable Kadersituation für den Trainer, der weiß, wie man in die Bundesliga aufsteigt. Mit Ulm, Hoffenheim und Hannover schaffte er den Sprung in die Bundesliga. Dass der Erfolg in dieser Saison auch mit RB Leipzig gelingt, scheint bei einem Abstand von elf Punkten zu einem Nicht-Aufstiegsplatz ausgemachte Sache zu sein.

Ist dem Coach der Meistertitel wichtig? "Wir denken nicht in Tabellenplatz-Dimensionen. Klar wollen wir am Ende, wenn es geht, weiter dort oben stehen. Aber für mich ist die Entwicklung der Mannschaft entscheidend. Wenn wir weiter Lernfortschritte erzielen, wird es nicht leicht sein, gegen uns zu gewinnen", erklärt Ralf Rangnick.

Angst davor, dass seine Spieler aufgrund des großen Vorsprungs die Zügel schleifen lassen, hat Rangnick nicht. "Wir sind auf jeder Position mindestens doppelt besetzt. Da weiß jeder Spieler, dass er was tun muss, um in vier Wochen gegen Braunschweig im Kader zu stehen", stellte er klar.

Bis dahin könnte es noch den ein oder anderen Abgang geben. Verteidiger Tim Sebastian wird eventuell zu New York Red Bull in die Major League Soccer wechseln. Dagegen dementierte der Trainer, dass es Anfragen europäischer Spitzenclubs für Spieler wie Emil Forsberg oder Lukas Klostermann gibt. "Wir werden auch keinen einzigen unserer Leistungsträger abgeben", erklärte er. Forsberg sagte: "Ich überlasse solche Dinge meinem Berater. Mein Ziel ist es, Leipzig in die erste Liga zu führen."

Dass eine lange Durststrecke von 22 Jahren ohne Bundesliga in Leipzig bald zu Ende gehen könnte, spüren auch die Fans. In der Winterpause erhöhte sich die Zahl der Dauerkarten auf 12 000 - das sind mehr als ein Viertel aller Stadionplätze. Das erste Punktspiel bestreitet RB am 7. Februar gegen Braunschweig. Zuvor geht es vom 16. bis 26. Januar nach Belek/Türkei.