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RB feiert ersten Champions-League-Sieg

RB Leipzig obenauf: Jean-Kevin Augustin (u.) und Bruma bejubeln den dritten Treffer der Sachsen beim wichtigen Sieg gegen Porto.
RB Leipzig obenauf: Jean-Kevin Augustin (u.) und Bruma bejubeln den dritten Treffer der Sachsen beim wichtigen Sieg gegen Porto. FOTO: dpa
Leipzig. RB Leipzig hat den ersten Sieg in der Champions League gefeiert und die Chancen auf die K.o.-Runde erhöht. Der Tabellendritte der Fußball-Bundesliga setzte sich am Dienstagabend in einem mitreißenden Spiel mit 3:2 (3:2) gegen den 27-maligen portugiesischen Meister FC Porto durch. Jens Marx und Sandra Degenhardt

Kapitän Willi Orban (8. Minute), Emil Forsberg (38.) und Jean-Kévin Augustin (40.) erzielten vor 41 496 Zuschauern die RB-Tore, für die Gäste trafen Vincent Aboubakar (18.) und Iván Marcano (44.). Mit vier Punkten zogen die Leipziger, bei denen Torjäger und Nationalspieler Timo Werner in der 75. Minute eingewechselt wurde, an Porto (3) in der Gruppe G vorbei und ist jetzt Zweiter.

Mit einem sollte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl falsch liegen. Fußball-Kino wie beim 3:2 beim BVB am Samstag hatte er nicht erwartet. Es kam anders, es wurde spannend, dramatisch, nervenaufreibend. Abwehrchef Orban, der neben Forsberg im offensiven Mittelfeld und Lukas Klostermann auf dem rechten Verteidigerposten in die Startelf zurückgekehrt war, krönte zunächst den beeindruckenden Beginn der Hausherren in der Red Bull Arena. Nach einem Distanzschuss von Leipzigs portugiesischem Neuzugang Bruma verpasste erst Augustin den Abpraller von Porto-Keeper José Sá. Orban, der beim Bruma-Schuss im Abseits gestanden hatte, war zur Stelle und schoss den Ball mit links ins Netz. Wie schon gegen AS Monaco gelang dem Gegner aber nicht viel später der Ausgleich.

Die beiden Viererriegel in der Abwehr und im Mittelfeld waren für die offensiv ausgerichtete Kreativ-Abteilung des deutschen Vizemeisters nicht wirklich ein Problem. Das Toreschießen schon, da nutzten auch phasenweise 72 Prozent Ballbesitz nichts. Mehrere Male versuchte es Augustin vergeblich.

Forsberg, der immer wieder im Mittelfeld mit Raffinesse die Porto-Riegel knackte oder der nicht minder starke Sabitzer - auch sie vergaben gleich mehrere Gelegenheiten. Zumeist konnte ein Porto-Profi oder Schlussmann Sá irgendwie klären.

Porto erwies sich in der Offensive als effektiver. Ein langer Einwurf, zwei Verlängerungen per Kopf und ein Drehschuss mit links von Aboubakar: Tor beim ersten Versuch. Ein bisschen musste das junge RB-Team den Ausgleich verdauen, mit einem Doppelpass de luxe gelang Forsberg aber die erneute Führung. Jetzt lief's wieder, und auch die Abschlussschwäche schien passé: Augustin nutzte einen kapitalen Fehler von Marcano zum 3:1 noch vor der Pause. Von Beruhigung aber keine Spur. Porto nutzte Chance Nummer drei zum zweiten Tor. Marcano bügelte seinen Riesenpatzer aus, die RB-Defensive gab wieder kein gutes Bild ab. Am Ende mussten die Gastgeber nochmal zittern.

Zum Thema:
Borussia Dortmund droht in der Champions League das vorzeitige Aus. Der Fußball-Bundesligist kam am Dienstag bei Apoel Nikosia nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Die Borussia geriet auf Zypern in der 62. Minute durch ein Tor von Mickaël Poté in Rückstand. Fünf Minuten später glich Verteidiger Sokratis für Dortmund aus. Nach den Niederlagen in den ersten beiden Gruppenspielen bei Tottenham Hotspur und gegen Real Madrid steht der BVB nach drei Partien mit nur einem Punkt da. Der Revierclub liegt in Gruppe H auf Platz drei. Dortmund machte in der Abwehr Fehler und präsentierte sich im Spiel nach vorne größtenteils harmlos.