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| 11:57 Uhr

Radsport
Experiment mit Silber belohnt

Über Silber freute sich das Team Brandenburg I mit Maximilian Levy, Roger Kluge, Henning Bommel und Richard Banusch (v.l.).
Über Silber freute sich das Team Brandenburg I mit Maximilian Levy, Roger Kluge, Henning Bommel und Richard Banusch (v.l.). FOTO: Michael Deines / Michael Deines/PROMEDIAFOTO
Dudenhofen . Der neu formierte Brandenburg-Vierer hat bei der Deutschen Bahnrad-Meisterschaft in Dudenhofen die Silbermedaille geholt. Eine Fortsetzung des Experiments mit dem Cottbuser Sprinter Maximilian Levy ist offen. Von Sven Hering

Der ganz große Coup ist dem Team mit Sprinter Maximilian Levy vom RSC Cottbus, Roger Kluge, Henning Bommel (beide Endspurt Cottbus) sowie Youngster Richard Banusch (LKT Team Brandenburg) bei den Deutschen Bahnrad-Meisterschaften verwehrt geblieben. Doch auch mit der Silbermedaille konnten alle Beteiligten sehr gut leben.

Mit Spannung war die Entscheidung im Mannschaftsvierer erwartet worden. Im Finale am Donnerstagabend standen sich das favorisierte Team Heizomat rad-net.de in der Besetzung Jasper Frahm/Felix Groß/Lucas Liss und Leif Lampater und das neu zusammengestellte Team LKT Brandenburg gegenüber. Die Titelverteidiger kamen frisch aus dem Höhentrainingslager und einige von ihnen werden bei der kommenden Europameisterschaft in Glasgow am Start stehen. Und so war es mehr als eine Prestigeangelegenheit, dieses Duell zu gewinnen.

In der ersten Rennhälfte lag Brandenburg noch in Führung aber dann holte Heizomat rad-net.de auf. Die Uhren stoppten bei 4:07,54 Minuten und damit waren sie mehr als eine Sekunde schneller als Brandenburg (4:08,82 Min.) „Sie haben eine gute Vorstellung geboten. Die Zeit war gut“, urteilte Bundestrainer Sven Meyer direkt nach dem Lauf.

Zufriedene Gesichter sah man aber auch bei Brandenburg, deren Experiment geglückt war. Sie hatten mit Sprinter Maximilian Levy einen schnellen Anfahrer ins Boot geholt, und fuhren sehr homogen ums Oval, ehe Levy ausscherte und die übrigen Drei das Rennen zu Ende fuhren. „Wir sind echt zufrieden. Das lief super. Max Levy und auch der junge Banusch haben einen echt guten Job gemacht“, sagte Roger Kluge über seine Mitfahrer. Und auch Levy grinste zufrieden. „Fortsetzung nicht ausgeschlossen“, meinte der Cottbuser beim Ausfahren. „Wir konnten uns im Finale um fast vier Sekunden steigern und einen für uns nahezu optimalen Lauf fahren.Die rad-nets hielten von Anfang an kräftig dagegen und waren noch schneller, herzlichen Glückwunsch!“, schrieb der Cottbuser am Freitag auf seiner Facebook-Seite. Insgesamt sei es ein toller Tag gewesen. „Auch hat mir das Training auf dem Weg zum Tag x viel gebracht und ich bin über meine eigene Weiterentwicklung erstaunt“, erklärte Levy, der am Freitagabend beim Teamsprint der Männer wieder zu seiner eigentlichen Disziplin zurückkehrt.

Der zweite Brandenburg-Vierer mit den LKT-Fahrern Leo Appelt, Jonas Bokeloh, Christian Koch und Philipp Weber (4:11,487 Minuten) musste sich im kleinen Finale gegen die zweite Mannschaft von Heizomat rad-net.de um Maximilian Beyer, Leon Rohde, Nils Schomber und Domenic Weinstein (4:09,271 Minuten) geschlagen geben.

Miriam Welte holte ihren zehnten DM-Titel im 500-m-Zeitfahren. Bei 34,084 Sekunden stoppte die Uhr. Das war neuer Bahnrekord. Zweite wurde Emma Hinze vom Track-Team Brandenburg in 34,601 Sekunden vor Pauline Grabosch in 35,078 Sekunden.

„Ich habe damit gerechnet, dass ich den Titel gewinnen würde. Nicht gezweifelt. Aber trotzdem ist alles anders. Kristina fehlt,“ sagte Welte kurz nach ihrem Triumph. „Das Heimpublikum hat mir die Kraft für diesen Sieg gegeben.“ Ihre langjährige Teamsprint-Partnerin Kristina Vogel hatte sich bei einem Trainingssturz Ende Juni in Cottbus schwer verletzt. Die Gedanken von Welte und vieler anderer Teilnehmer waren bei ihr. „In Anbetracht der Umstände geht mein dritter Platz in Ordnung“, sagte deshalb auch Pauline Grabosch.