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Pohls Plan beim Giro d'Italia geht auf

Das Zeitfahren mit 30 Prozent Steigung am Schluss steckte Stephanie Pohl auch noch am Mittwoch in den Beinen. Dennoch gab es Grund zur Freude.
Das Zeitfahren mit 30 Prozent Steigung am Schluss steckte Stephanie Pohl auch noch am Mittwoch in den Beinen. Dennoch gab es Grund zur Freude. FOTO: Cervelo
Roseto. Während die Herren bei der Tour de France erst langsam richtig ins Rollen kommen, geht der Giro d'Italia der Damen bereits in die entscheidende Phase. Die Cottbuserin Stephanie Pohl und ihr deutsches Cervelo-Bigla-Team hatten dabei am Mittwoch Grund zum Jubeln: Der Etappensieg von Cervelo-Fahrerin Lotta Lepistö aus Finnland war quasi ein Erfolg mit Ansage. Jan Lehmann

Stephanie Pohl, deren Heimatverein RSC Cottbus mitfiebert, hatte nach dem schweren Zeitfahren am Vortag ihren Plan erklärt: "Morgen gibt es wieder eine flache Etappe und wir werden alles versuchen, Lotta zum Sieg zu helfen."

Gesagt, getan: Die Finnin siegte bei der Sprintankunft in Roseto vor Coryn Rivera aus den USA und Giorgia Bronzini aus Italien. Das rosa Trikot der Spitzenreiterin trägt weiterhin die Niederländerin Anna van der Breggen.

Stephanie Pohl war trotz des Etappensieges ihrer Teamkollegin nicht ganz zufrieden: "Meine Beine waren etwas schwer von gestern. Die Strecke war doch nicht so flach wie gedacht." Das Ziel der Etappe in den Abruzzen lag zwei Kilometer hinter einem steilen Anstieg. Pohl berichtet: "Es war ein harter Kampf um die ersten Plätze zum Berg hoch. Anschließend ging es sehr kurvig ins Ziel. Dadurch ist die Reihe etwas gesplittet und ich habe ein paar Sekunden verloren. Morgen wird es wieder welliger."

Nach dem morgigen Rundkurs um Roseto degli Abruzzi führt der Giro in den kommenden Tagen bis nach Torre del Greco in der Nähe von Neapel. Dort wird am Sonntag die Schlussetappe ausgetragen. Bis dahin will auch Romy Kasper aus Forst weiter angreifen. Zwar konnte ihr Team Alé Cipollini nicht in die Entscheidung eingreifen. Sie berichtete aber: "Bei mir lief es gut." Die 29-Jährige kam als 22. ins Ziel und liegt in der Gesamtwertung auf Rang 17. Dabei hat sie 59 Sekunden Rückstand auf Stephanie Pohl auf Rang 15.

Die Finnin Lotta Lepistö (2.v.r.) gewann den Zielsprint in Roseto. Das deutsche Cervelo-Bigla-Team hatte alles auf diesen Erfolg ausgerichtet.
Die Finnin Lotta Lepistö (2.v.r.) gewann den Zielsprint in Roseto. Das deutsche Cervelo-Bigla-Team hatte alles auf diesen Erfolg ausgerichtet. FOTO: Cervelo