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| 02:40 Uhr

Peiffer und Schempp knapp am Podest vorbei

"Ich habe mich ganz schön gequält", sagte Arnd Peiffer, der im Sprint-Rennen von Ruhpolding am Freitag Vierter wurde.
"Ich habe mich ganz schön gequält", sagte Arnd Peiffer, der im Sprint-Rennen von Ruhpolding am Freitag Vierter wurde. FOTO: dpa
Ruhpolding. Arnd Peiffer und Simon Schempp sind beim Heim-Weltcup nur knapp am Podest vorbeigelaufen, haben aber allerbeste Chancen auf ein grandioses Biathlon-Finale in Ruhpolding. Beim 56. dpa/jam

Weltcupsieg von Martin Fourcade lief Arnd Peiffer am Freitag im Sprint auf Rang vier, eine Sekunde vor Oberhof-Massenstartsieger Simon Schempp als Fünfter. "Das ist eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Sonntag", sagte Schempp. In den Chiemgauer Alpen geht es an diesem Samstag (14.30 Uhr/ARD und Eurosport) aber erst einmal mit dem Sprint-Rennen der Frauen um Laura Dahlmeier weiter.

Zweiter über die zehn Kilometer wurde der ebenfalls fehlerfrei gebliebene Österreicher Julian Eberhard vor dem Norweger Emil Hegle Svendsen. Peiffer blieb im Sprint am Schießstand fehlerlos und muss im Jagdrennen 39,7 Sekunden auf Fourcade aufholen. "Ich habe mich ganz schön gequält. Stehend war es eine erkämpfte Null", sagte Peiffer.

Sein Kollege Schempp musste vor 12 000 Zuschauern in der Chiemgau-Arena einmal in die Strafrunde. "Am Schießstand war ganz schön der Wind drin, da konnte man Glück oder Pech haben", sagte er. Der Schwabe hatte 52,8 Sekunden Rückstand auf Fourcade, der sich den neunten Sieg im zwölften Saison-Rennen sicherte. "Es war ein perfektes Rennen, ich bin sehr zufrieden", sagte er. Der Franzose baute seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus.

Drittbester Deutscher wurde Matthias Bischl auf Rang 16. Erik Lesser, der wie Schempp in Oberhof im Massenstart vor Fourcade gelaufen war, fehlte das Zielwasser. Lesser kam nach zwei Fahrkarten und einem Rückstand von 1:31,1 Minuten lediglich auf Rang 27. Benedikt Doll war als 20. mit drei Strafrunden (1:08,3 Minuten) noch besser. Auf Rang 38 qualifizierte sich Lokalmatador Michael Willeitner ebenfalls für das Jagdrennen.

Matthias Bischl nutzte die Gunst der Stunde. Der 28-Jährige blieb fehlerfrei, verpasste nur knapp die Top 15: "Mit dem Schießen bin ich sehr zufrieden. Es war der erste Nuller stehend."

Sturmtief "Egon" schickte schon beim Warmmachen am Schießstand mit Böen seine Vorboten voraus. "Eigentlich war ja Schnee angesagt und deswegen ist das Feld auch bunt gemischt", sagte Bundestrainer Mark Kirchner. Schempp und Fourcade hatten sich angesichts der Wettervorhersagen, die für den früheren Renn-Zeitpunkt Schnee prognostiziert hatten, anders als sonst für eine spätere Startgruppe entschieden.