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| 01:07 Uhr

Peggy Kuznik mit „Flamme 2004“ geehrt

Die beiden Fußballerinnen Peggy Kuznik und Anja Mittag vom 1. FFC Turbine Potsdam sind gestern am Rande des Biathlon-Weltcups in Oberhof mit der „Flamme 2004“ der Initiative „Verbundnetz für den Sport“ ausgezeichnet worden. Von Thomas Juschus

Den mit 7500 Euro dotierten Preis teilen sich die beiden Sportlerinnen. Hinter dem Biathleten Michael Rösch (SSV Altenberg/5000 Euro) und dem Leichtathleten Christian Kaczmarek (LG Nike Berlin/2500 Euro) belegte Schwimmer Benjamin Starke vom PSV Cottbus den "undankbaren" vierten Platz und ging leer aus. Fünfter wurde Turner Matthias Fahrig (SV Halle).
"Platz vier ist natürlich schade. Wir wären gerne unter die besten drei gekommen, das wäre eine weitere Motivation gewesen", sagte nach der Bekanntgabe Mutter Elke Starke. Ihr Sohn verzichtete auf die Ehrung, weil er noch bis zum 10. Januar mit der Nationalmannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes zu einem Trainingslager auf Gran Canaria weilt und sich dort auf den arena-Weltcup am 22./23. Januar in Berlin vorbereitet. Der 18-Jährige, der am Olympiastützpunkt Potsdam trainiert, hatte im vergangenen Jahr bei den Junioren-Europameisterschaften in Lissabon (Portugal) sechs Medaillen gewonnen, darunter jeweils Gold über 50 und 100 Meter Schmetterling.
Trotzdem darf sich auch die Lausitz freuen: "Flamme 2004"-Gewinnerin Peggy Kuznik lernte das Fußball-Abc bei Blau-Weiß Tröbitz. Die gebürtige Finsterwalderin spielt seit 2000 für Turbine Potsdam in der Abwehr, gewann mit der Mannschaft die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal. Der größte Erfolg gelang der 18-jährigen Schülerin und ihrer Mannschaftskameradin Anja Mittag Ende November in Bangkok. Durch einen 2:0-Finalerfolg gegen China sicherte sich die deutsche U 19-Nationalmannschaft der Frauen mit Peggy Kuznik den Weltmeistertitel. Erst kürzlich wurde Kuznik auch von den Lesern der RUNDSCHAU mit Turbine als "Mannschaft des Jahres" in Brandenburg ausgezeichnet.
Das "Verbundnetz für den Sport" fördert insgesamt über 100 junge Talente an den acht ostdeutschen Olympiastützpunkten auf ihrem Weg in die Weltspitze. Die Verbundnetz Gas AG (VNG) in Leipzig als Initiator stellt dafür jährlich 275 000 Euro bereit, zunächst bis 2008. Das besondere dieser Förderung: Neben individuell abgestimmten materiellen Leistungen für die Sportler betreut ein selbst erfolgreicher Spitzensportler einzelne Talente auf ihrem steinigen Weg nach oben. Patin des Olympiastützpunktes Cottbus/Frankfurt (Oder) ist die gebürtige Cottbuserin und Ruder-Olympiasiegerin von 1988, Kerstin Förster.