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Olympia-Held Toba kämpft nun um sein WM-Ticket

Andreas Toba gibt sein Comeback.
Andreas Toba gibt sein Comeback. FOTO: dpa
Stuttgart. In der Vorwoche eröffnete Olympia-Held Andreas Toba sein eigenes Café in Hannover, nun gilt seine Konzentration dem Comeback in der Nationalmannschaft. In Stuttgart steht am Samstag der entscheidende Kampf um die Tickets für Montreal an, wo die besten Turner bei der WM (2. bis 8. Oktober) antreten. dpa/jal

An der Copacabana war der Hannoveraner aus dem Schatten des inzwischen nicht mehr aktiven Fabian Hambüchen getreten, als er sich am Boden einen Kreuzbandriss zuzog und unter Schmerzen am Pauschenpferd dennoch der deutschen Riege den Final-Einzug ermöglichte. Fortan war er als "Hero de Janeiro" verehrt worden. Nicht umsonst heißt sein Café in Hannovers Innenstadt nun "Hero".

Der 26-Jährige will bei seinem Comeback am Pferd und den Ringen trotz gerade überstandener Erkältung die WM-Teilnahme sichern.

Am Ende muss Cheftrainer Andreas Hirsch entscheiden, ob es für Tobas Rückkehr auf die WM-Bühne reicht. Obwohl auch der Reck-Weltcupsieger von Cottbus, Andreas Bretschneider, nach zwei Schulter-Operationen zu Jahresbeginn in Stuttgart sein Comeback nach neun Monaten Wettkampf-Pause ansteuert, sind die Sorgenfalten von Hirsch nicht geringer geworden. Vor allem schmerzt den "Chef" der Kreuzbandriss von Vize-Europameister Lukas Dauser. Der Berliner hatte sich die schwere Verletzung nach dem Gewinn des Mehrkampf-Titels im Ringe-Finale des Turnfests zugezogen.