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| 02:44 Uhr

Olympia-Abschied ohne Medaille

"Das schmerzt natürlich schon." Maria Höfl-Riesch verpasste ihre dritte Sotschi-Medaille.
"Das schmerzt natürlich schon." Maria Höfl-Riesch verpasste ihre dritte Sotschi-Medaille. FOTO: dpa
Krasnaja Poljana. Nach dreimal Gold und einmal Silber verabschiedete sich Maria Höfl-Riesch ohne weiteren Medaillenglanz von den Winterspielen. "Eine tolle olympische Karriere" habe sie trotzdem gehabt. dpa/jam

Maria Höfl-Riesch klatschte sofort Beifall, als US-Girl Mikaela Shiffrin sie mit der Fahrt zu Slalom-Gold auf Platz vier verdrängte. Die 29-Jährige verabschiedete sich ohne ihre fünfte Olympia-Medaille von ihren letzten Winterspielen. Beim Flutlicht-Slalom am Freitagabend in Krasnaja Poljana fiel die 29-Jährige im zweiten Durchgang noch von Platz zwei zurück. "Es ist im ersten Moment natürlich Enttäuschung da. Vierte bei einem Großereignis zu sein, das schmerzt natürlich schon. Aber der zweite Lauf war nicht so gut, die anderen waren einfach besser. Die Fairness muss man auch haben, dann zu gratulieren", sagte Höfl-Riesch.

Trotz der um 38 Hundertstelsekunden verpassten Medaille konnte Höfl-Riesch beim Schlusspunkt "einer tollen olympischen Karriere" auch lächelnd mit den Schultern zucken. "Enttäuschung ist natürlich schon da. Wenn du unten so ein Paket kriegst, dann ist das schon bitter", sagte Alpinchef Wolfgang Maier.

Die amerikanische Weltmeisterin Shiffrin verteidigte ihre Führung souverän und ist nun jüngste Slalom-Olympiasiegerin. Hinter der 18-Jährigen fuhren die Österreicherinnen Marlies Schild und Kathrin Zettel vor allenfalls halbbesetzten Rängen auf die Plätze zwei und drei vor.

Einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Torlauf-Auftritt von Felix Neureuther sind die deutschen Alpinen mit ihrer Bilanz zufrieden. Mit dreimal Edelmetall wurde das Medaillenziel im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten erreicht. Und das Slalom-Ass Nuereuther kann noch nachlegen und die erste Plakette eines deutschen Alpin-Herren seit dem Olympiasieg von Markus Wasmeier 1994 gewinnen (siehe auch Seite 26).

Drei Tage nach dem krankheitsbedingten Verzicht auf den Riesenslalom-Start wirkte Höfl-Riesch wieder kraftvoller. Nur einen Tag trainierte sie nach der Pause für ihr "allerletztes Olympia-Rennen". Diesen Nachteil glich Höfl-Riesch durch Routine und ihre überragende Eigenschaft als Wettkämpferin wieder einmal aus. Doch zu einer Medaille reichte es diesmal nicht mehr. Zuvor durfte sie sich aber schon über Gold in der Super-Kombination und Silber im Super-G freuen.

Teamkollegin Barbara Wirth durfte am Freitag nach dem zwischenzeitlichen 16. Platz im zweiten Lauf noch einmal ran. Am Ende war es Rang 14 für die Olympia-Debütantin, die "so Bröckel" im Schnee ausmachte.

Die dritte DSV-Torläuferin Christina Geiger, schon bei der WM 2011 und 2013 nicht in die Wertung gekommen, schied diesmal mit dem Ziel vor Augen aus. "Ich bin von Anfang schon nicht reingekommen", sagte die Olympia-14. von 2010.