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| 17:29 Uhr

Ohne Zander auf der Jagd

Frank Noack
Frank Noack FOTO: M. Behnke
Das traditionelle Berliner Sechstagerennen dreht seit Donnerstag mit einem neuen Konzept im Velodrom seine Runden. Stimmungskanonen wie Frank Zander sind nicht mehr am Start. Kann die Jagd nach neuen Zuschauen gutgehen? Frank Noack

Frank Zander trägt jetzt raspelkurze Haare auf der Bühne, dreht wie wild an den Reglern seines Mischpultes und heißt DJ Tomekk. So lassen sich die wichtigsten sicht- und vor allem hörbaren Änderungen des Konzeptes beim 106. Berliner Sechstagerennen im Velodrom zusammenfassen.


Die neuen Eigentümer der ältestens Sixdays der Welt wollen einerseits die Tradition wahren, müssen andererseits aber die Marke Sechstagerennen fit machen für die Zukunft.

Wie schwierig der Spagat ist, zeigte sich schon zum Start am Donnerstagabend. Vor allem die Stammgäste müssen sich um gewöhnen. Statt Frank Zander, der mit seinen Stimmungsliedern - entweder auf der Bühne oder aus der Konserve - die Massen unterhalten hat, ist nun ein Hip-Hop-DJ an den Reglern. Dessen Bässe passen zwar gut zu den Sprintern um den Cottbuser Maximilian Levy . Die bis zu 45 Minuten langen Jagden der Zweierteams indes können ohne die üblichen Partykracher vom Band ganz schön lang sein.

Ansonsten sind die neuen Sixdays viel Licht, ein stylischer gewordener Innenbereich mit Zugang zum Fahrerlager und ein Videowürfel für noch bessere Sicht und kleine Erklärfilme - das sind gute Neuerungen!

Vor allem aber steht Berlin weiter für hochkarätigen Sport. Die Fahrer machen die Musik. Daran darf sich nichts ändern!