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Österreichs Traum von erster WM seit 1998 "ist zerplatzt"

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Wien. Nach der neuerlichen Blamage hatte Marko Arnautovic auch die letzte Hoffnung auf die Reise zur Fußball-WM aufgegeben. "Der Traum ist zerplatzt", sagte der österreichische Nationalspieler nach dem 1:1 gegen Georgien. dpa/swr

Rechnerisch besteht zwar noch eine Chance, doch daran mag kaum noch jemand glauben.

Trainer Marcel Koller (Foto: dpa) steht vor seiner Ablösung, zudem bereitet eine Verletzung von David Alaba Sorgen. "Ich denke schon, dass es noch vor den Oktober-Spielen Klarheit gibt", sagte Koller angesprochen auf seine Zukunft. Vieles deutet darauf hin, dass der Schweizer bei den abschließenden Spielen gegen Serbien und in Moldawien nicht mehr auf der Bank sitzen wird und seine Amtszeit nach sechs Jahren endet. Der 56-Jährige beschäftigt sich mit diesem Szenario jedoch nicht: "Es ist wichtig, ruhig zu bleiben."

Nur neun Punkte holte Österreich in der Gruppe D in acht Begegnungen. Für den Viertplatzierten beträgt der Rückstand auf den Zweiten Wales fünf Punkte. Doch die Spieler stärkten Koller den Rücken. "Es liegt nicht am Trainer. Er verdient größten Respekt", sagte Arnautovic. "Wir wollen den Weg gemeinsam weitergehen."

Koller schaffte zwar die Quali für die EM 2016, scheiterte in Frankreich jedoch kläglich. 20 Jahre nach der letzten WM-Teilnahme wird die Endrunde im kommenden Jahr wohl erneut ohne das Team aus der Alpenrepublik stattfinden. "Der Zug ist abgefahren" urteilte die Tageszeitung "Kurier", laut "Kronen Zeitung" hat sich die Mannschaft gegen Georgien "blamiert".