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Nowitzki for President

Auszeit. Von der Turnhalle einer Würzburger Schule aufs Parkett der besten Basketball-Liga der Welt, einst als "deutsches Weichei" verspottet und schließlich zum Weltstar gereift: Keine Frage, Dirk Nowitzkis Aufstieg ist atemberaubend. Nun hat der Topstar der Dallas Mave ricks auch noch die 30 000-Punkte-Marke in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA geknackt. Respekt! Mirjam Danke

Es ist ein weiteres Sahnehäubchen auf eine beispiellose Karriere. Und Nowitzki ist noch dazu ein richtig guter Typ. Zurückhaltend, kein bisschen überheblich, dem ist so gar nichts zu Kopfe gestiegen - ein Vorzeigeathlet.

Und dann diese immerwährende Suche nach dem perfekten Wurf, wie auch der Titel eines eindrucksvollen Dokumentarfilms über den 2,13-Meter-Mann lautet. Es ist absolut faszinierend, mit welcher Leidenschaft und auch naturwissenschaftlicher Präzision er das angeht. Ball in den Korb - das ist nämlich einfacher, als es aussieht. Wer je auf einer Hofeinfahrt wieder und wieder auf einen vergammelten Basketballkorb geworfen hat - das hat übrigens was Meditatives - weiß, dass ohne Fleiß, Geduld und Hingabe gar nichts geht.

Schade, dass Nowitzki nach seiner Karriere in den USA bleiben will. Er hätte definitiv das Zeug zum Bundespräsidenten - und würde gleich noch einen weiteren Rekord aufstellen. So groß wie "Dirkules" war in diesem Amt nämlich noch keiner.